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Zukunftsmusik ist noch der Südostring (grüne Linie), der Lerchenfeld vom Durchgangsverkehr entlasten könnte. Ergänzend wäre ein Durchfahrtsverbot für Lkw denkbar.

Verkehrs-Entlastung Lerchenfeld – ein Zukunftsprojekt

Verkehrs-Entlastung Lerchenfeld – ein Zukunftsprojekt

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Freising - Die Domstadt hat den Nordring, den Südring, bald auch eine Westtangente und sogar eine Nordostumfahrung. Was fehlt? Der Südostring. Zumindest sehen das die Freien Wähler so, die die Fortführung des Südrings als Südostring anregen.

Die Verwaltung hat den Vorschlag nun geprüft, sieht derzeit noch keinen Bedarf, will das Thema aber bei der anstehenden Flächennutzungsplanänderung berücksichtigen. Die Mitglieder des Planungsausschusses stimmten diesem Vorgehen zu.

Die FW hatten diesen Antrag gestellt, um einen großen Teil der Lerchenfelder Bevölkerung von dem zunehmenden Verkehr zu entlasten. Als Sofortmaßnahme hatten die FW angeregt zu überprüfen, ob ein Durchfahrtverbot für Lkw und zwischen 22 und 6 Uhr eine 30 km/h-Zone eingerichtet werden könne, was allerdings schon im April abgelehnt worden war. 

Bei einer Betrachtung der aktuellen Zahlen und der Prognosen bis 2030 ist nun aber die Tiefbauverwaltung zu dem Ergebnis gekommen, dass die Belastungen einen Südostring mit geschätzten Baukosten von 20 Millionen Euro nicht rechtfertigen. Wie Rüdiger Jürgens darlegte, würden im Jahr 2030 rund 4650 Fahrzeuge täglich den Südostring benutzen. Dadurch würden die Belastungen in der Katharina-Mair-Straße und in der Jagdstraße sinken – um 5200 beziehungsweise um zirka 4000 Kfz-Bewegungen pro Tag. Aussage der Verwaltung: Eine Belastung von 4600 Kfz pro Tag im Jahr 2030 rechtfertige den Bau dieser Straße derzeit nicht. Zudem bleibe die zu erwartende Entlastung Lerchenfelds aus. Man werde sich aber im Rahmen des Flächennutzungsplans mit diesem Projekt auseinandersetzen, kündigte Jürgens an. 

Robert Weller (FW) betonte, man habe ja auch gar nicht beantragt, dass in den kommenden zwei bis drei Jahren für 20 Millionen Euro der Südostring gebaut werde. Man habe nur darauf hinwirken wollen, dass die entsprechenden Flächen vorgehalten würden, man frühzeitig über das Projekt spreche. Karl-Heinz Freitag (FW) ergänzte: Man wisse ja nicht genau, wie sich das Gebiet entwickle. Allerdings sei die Notwendigkeit eines Südostrings ab 2030 wahrscheinlich. Sebastian Habermeyer (Grüne) sagte zwar, es dürfe freilich „keine Denkverbote“ geben, er stehe aber diesem „klassischen Reflex“ und dieser „Steinzeitmethode“, sofort Straßen zu bauen, wenn man irgendwo Verkehr feststelle, skeptisch gegenüber. Und wie sich der Verkehr in Lerchenfeld und auf dem Südring entwickle, hänge ja auch wesentlich davon ab, wie es im Gewerbegebiet Clemensänger weitergehe. Und da müsse sich eben jeder Stadtrat an die eigene Nase fassen, so Habermeyer in Anspielung auf die umstrittene Ansiedlung von Transgourmet. Rudolf Schwaiger (CSU) merkte an, dass der Verkehr so oder so zunehmen werde. Mit dem Vorgehen der Verwaltung bestand Einverständnis – bei den Tangenten-Befürwortern und bei den Südostring-Skeptikern gleichermaßen.

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