Schulamtsdirektorin Irmintraud Wienerl stellte die Neuerungen an den Grund- und Mittelschulen vor.

Von der jahrgangskombinierten Klasse bis zum offenen Ganztagesangebot

Viele Premieren im neuen Schuljahr

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Freising - 9231 Schüler in 449 Klassen – das sind die nackten Zahlen aus dem Schulamt Freising für das kommende Schuljahr. 2016/2017 gibt es auch einige Neuerungen in den Grund- und Mittelschulen.

Die Schülerzahl an den Grund- und Mittelschulen steigt 2016 an: 9231 Kinder werden es insgesamt sein (im Vorjahr waren es 9021) – 6309 drücken in Grundschulen die Schulbank, 2911 in Mittelschulen. Und auch die Zahl der Schulanfänger ist gegenüber dem Vorjahr um 65 auf 1599 gestiegen. 

Schulamtsdirektorin Irmintraud Wienerl hatte am Donnerstag zum Pressegespräch aber nicht nur die Statistiken und Zahlen mitgebracht („Wir sind ja nicht in der Schule“), sondern vor allem auch auf Neuerungen verwiesen. Da waren zum einen Maßnahmen, mit denen man auf die Flüchtlingssituation reagieren werde: Der notwendige „deutliche Bedarf“ an Lehrkräften müsse heuer erstmals dadurch gedeckt werden, dass 15 Lehrkräfte, die eigentlich Realschul- oder Gymnasiallehrer werden wollen, dort aber derzeit mit ihrer Fächerkombination keine Chance auf eine Anstellung haben, für ein oder zwei Jahre an Mittelschulen „zuversetzt“ werden. Außerdem werde es zu den vier Übergangsklassen an der Paul-Gerhardt-Mittelschule und der Moosburger Mittelschule eine fünfte an der Mittelschule Lerchenfeld eingerichtet. Übergangsklassen fassen (maximal 20) Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis acht zusammen, „die kein Deutsch können“ – vor allem also Zuwanderer- und Flüchtlingskinder. 

Zum anderen sind auch Maßnahmen geplant, die unter den Punkt „Individualisierung“ fallen: In der Grundschule Attenkirchen und an der Grundschule Hohenkammer wird es insgesamt vier jahrgangskombinierte Klassen geben (die Jahrgangsstufen eins und zwei werden gemeinsam unterrichtet), zum ersten Mal wird es eine „Partnerklasse“ am Bildungszentrum der Lebenshilfe an der Gartenstraße geben. Die bisherigen fünf „Partnerklassen“ der Schule seien, so betonte Wienerl, an den jeweiligen Grund- und Mittelschulen in Eching und Freising beheimatet. Premiere feiert im kommenden Schuljahr auch das offene Ganztagesangebot an Grundschulen: In St. Lantbert, an der Paul-Gerhardt und an der Montessori-Schule werden dabei 152 Schüler in 14 Gruppen betreut. Bisher gab es dieses Angebot nur an Mittelschulen. 

Mit dem kommenden Schuljahr ist auch die Einführung des neuen Lehrplans Plus abgeschlossen. Will heißen: Die zwingende Vorgabe des Lehrplans, Schülern auch zu vermitteln, für was sie das brauchen können, was sie gerade gelernt haben („Kompetenzorientierung“ ist hier das Schlagwort), gilt auch für die vierte und damit für alle Grundschuljahrgangsstufen. 

Freilich: Zahlen und Statistiken sind auch weiterhin wichtig – beispielsweise die durchschnittliche Schülerzahl pro Klasse von 20,6.

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