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Für den Neustart der Vhs Freising ist deren Geschäftsführer Oliver Dorn gut gerüstet. 

Chef ist optimistisch

Langsames Ende des Corona-Lockdowns: Freisinger Vhs fährt wieder hoch

  • Andreas Beschorner
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Langsam geht es wieder los: Oliver Dorn, Leiter der Volkshochschule Freising, und sein Team fahren die Einrichtung gerade hoch. Trotz aller Widrigkeiten ist der Chef optimistisch.

Freising – Noch fünf Jahre lang ist Oliver Dorn Geschäftsführer der Freisinger Volkshochschule. Sein Ziel: die Vhs „ordentlich“ zu übergeben. Dass das wegen der Corona-Krise und wegen der schwerwiegenden Folgen für die Bildungseinrichtungen nicht so einfach ist, weiß Dorn. Doch er ist optimistisch: „Ich schaffe das.“

„Es geht ganz langsam wieder los“

Denn allmählich wird die Vhs wieder hochgefahren, Dorn und sein Team setzen wieder „Stein auf Stein – wie nach dem Krieg“, so der Geschäftsführer. Zum Großteil ist das Angebot der Vhs derzeit online. Aber auch die ersten Präsenzveranstaltungen seien bereits wieder angelaufen, berichtet Dorn: Die offene Werkstatt nennt er, die Keramikwerkstatt, EDV-Kurse oder auch den Life-Balance-Workshop. „Es geht ganz langsam wieder los.“

Das trifft auch auf die Sommerakademie der Freisinger Vhs zu, die bereits gestartet ist und laut Dorn beweise, wie Verwaltung und Dozenten zusammenhalten. Diese Rückkehr Schritt für Schritt zur Normalität ist für Dorn „der richtige Weg“, damit man dann im Herbst wieder richtig loslegen kann.

Pro Semester biete die Vhs normalerweise rund 800 Kurse an. So wie es derzeit aussehe, werden es 2020/2021 rund 600 Angebote werden. Dabei steht Dorn allerdings vor einem „Dilemma“: Wegen der derzeitigen Einschränkungen befindet sich das Verwaltungspersonal in Kurzarbeit. Gleichzeitig müsse aber das Programm für das kommende Semester erarbeitet werden.

Dozenten sollen Unterstützung bekommen

Je reduzierter das sei, umso weniger nehme man an Kursgebühren ein – und die würden immerhin 75 Prozent der Einnahmen ausmachen. Und umso schwieriger sei es dann, die Kurzarbeiterregelung wieder aufzuheben. Ein Teufelskreis, dem Dorn allerdings zu entkommen hofft. Freilich: Sollte die sogenannte zweite Welle kommen oder die Lockerungen wieder rückgängig gemacht werden, sehe es zappenduster aus. „Das will ich mir gar nicht vorstellen.“

Für den „Neustart“, wie Dorn die jetzige Phase bezeichnet, ist man zumindest so gut wie möglich vorbereitet. Beispiel: Weil eine Obergrenze von zehn Teilnehmern pro Kurs gilt, habe man die Kursräume inzwischen auch so bestuhlt, dass diesen Vorgaben entsprochen werde. Was den von der Staatsregierung aufgespannten Rettungsschirm von 30 Millionen Euro betrifft, rechnet Dorn damit, dass in der Freisinger Volkshochschule nicht viel ankomme. Der Grund: Man dürfe als e. V. anders behandelt werden als kommunale Volkshochschulen.

Genauso wichtig ist Dorn allerdings, dass die Dozenten als Soloselbstständige Unterstützung bekommen, schließlich darben sie seit Monaten ohne Einnahmen aus der Dozententätigkeit. Doch auch wenn die Lage schwierig und kompliziert ist: Dass er in fünf Jahren zum Abschied die Volkshochschule geordnet und auf soliden Beinen stehend übergeben wird, davon ist Dorn überzeugt. „Ich schaffe das.“

Aktuelles im Landkreis Freising

Vier Lkw-Fahrer sind am Samstagabend auf dem Parkplatz der Rastanlage Fürholzen Ost aneinandergeraten: Es kam zu einer massiven Schlägerei.

Während des Corona-Lockdowns konzentrierte sich das Leben der meisten Menschen vor allem auf die eigenen vier Wände. Dementsprechend fiel mehr Müll an. Freising bestätigt den deutschlandweiten Trend.

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