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Der neue Kirchenmusikdirektor Matthias Egger ließ sich von Domrektor Rainer Böck den Freisinger Mariendom zeigen.

Matthias Egger ist neuer Kirchenmusikdirektor in Freising

Voller Respekt und Vorfreude

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Freising - Zum 1. Mai beendet Wolfgang Kiechle sein fast 40 Jahre währendes Wirken als Kirchenmusikdirektor. Sein Nachfolger wurde auf dem Mons doctus vorgestellt: Matthias Egger, ein Südtiroler, möchte „in Freising heimisch werden“.

Es tut sich was auf dem Freisinger Domberg. Nicht nur baulich. Auch personell werden auf dem Mons doctus manche Weichen neu gestellt: Ab 1. August tritt mit Matthias Egger ein neuer Kirchenmusikdirektor seine Stelle an. Er soll dafür sorgen, dass der hervorragende Ruf der Freisinger Dommusik weiterhin hinaus in die Erzdiözese getragen wird. Was für Domrektor Rainer Boeck „eine sehr große Freude“ ist, bedeutet für Egger „eine herausfordernde, schöne Aufgabe“, der er sich jetzt „mit Respekt und Vorfreude“ stellen will.

Freising – das ist und war Egger schon seit vielen Jahren ein Begriff, und der Freisinger Dom erst recht. Denn von 2002 bis 2009 studierte der Südtiroler an der Hochschule für Musik und Theater in München, belegte Orgel und Chordirigieren, absolvierte Meisterkurse, legte sein Kirchenmusik-A-Examen ab, wurde zu Meisterklassen zugelassen. Egger ist also ein Könner. Beweis: 2008 war er Preisträger beim Internationalen Orgelwettbewerb August Everding. Schon in seiner Münchner Zeit habe er „in der Erzdiözese gearbeitet“, erzählt Egger, war beispielsweise ab 2006 Kirchenmusiker in St. Christoph in München.

Egger, der unter 50 erstklassigen Bewerbern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum das Rennen gemacht hat, und der durch seine vielfältige Ausbildung beste Voraussetzungen für die Aufgabe als Kirchenmusikdirektor in Freising mitbringt, verlässt mit dieser Entscheidung Innsbruck. Dort ist er seit 2009 hauptamtlicher Kirchenmusiker an der Jesuitenkirche, leitet seit 2010 den Tiroler Motettenchor, ist Vorstandsmitglied der diözesanen Kommission für Kirchenmusik Innsbruck und auch künstlerischer Leiter des Ensembles VocalArt aus Brixen.

Jetzt also Freising, wo er sich „eine mittel- und längerfristige Zukunft“ vorstellt. Ob es 40 Jahre werden wie bei Kiechle, weiß Egger noch nicht. Aber: „Ich möchte in Freising heimisch werden“.

Die Chancen stehen gut, weil er mit seiner Frau bereits eine Wohnung gefunden hat – in der Freisinger Altstadt zu Füßen seiner künftigen Wirkungsstätte. Rainer Boeck setzt große Hoffnungen auf Egger, dass der das kulturelle Leben auf dem Domberg auch während der schwierigen Phase der Umbauarbeiten erhalten wird. Die Voraussetzungen, dass Egger das schafft, sind gut, sagt Boeck: „Der Vertrag ist unterschrieben – mit dem Segen des Kardinals.“

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