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Zahlen, Daten und Statistiken sind manchmal langweilig. Doch im Jahresabschlussbericht des Landratsamts Freising stehen manche Fakten, die durchaus interessant und aufschlussreich sind.

Zahlenwerk, das aufhorchen lässt

Von Ausländerstatistik bis Zulassungszahlen: Landkreis Freising zieht Bilanz für 2018

Zahlen, Daten und Statistiken sind manchmal langweilig. Doch im Jahresabschlussbericht des Landratsamts Freising stehen manche Fakten, die durchaus interessant und aufschlussreich sind.

Freising – Hier die wichtigsten aus 72 Seiten „Das Jahr 2018 im Rückblick“ – von A wie Ausländer bis Z wie Zulassungsstelle. 33.550 Ausländer leben derzeit im Landkreis, was bei einer Fluktuationsrate von rund 4500 pro Jahr einen Zuwachs um etwa 1000 Personen gegenüber 2017 bedeutet. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 lebten 17.616 Ausländer im Landkreis. Die größte Bevölkerungsgruppe sind Türken (4303), gefolgt von Rumänen (3567) und Ungarn (2736).

Das Jobcenter Freising konnte in diesem Jahr rund 600 Personen erfolgreich bei der Arbeitsplatzsuche unterstützen. Eine Herausforderung sei die hohe Zahl der Leistungsbezieher gewesen: 1587 Bedarfsgemeinschaften mit 3024 Personen seien 2018 im Landkreis auf das Arbeitslosengeld 2 angewiesen gewesen, heißt es im Bericht. Waren diese Bedarfsgemeinschaften früher vor allem Einzelpersonen, so sind es inzwischen immer mehr Familien mit bis zu fünf Mitgliedern. Zum Jahresende waren es zudem rund 600 Flüchtlinge, die auf Leistungen des Jobcenters angewiesen waren und nun weiter an den Arbeitsmarkt herangeführt werden sollen. 939 Landkreisbewohner haben derzeit schon mehr als zwei Jahre lang keine Anstellung.

Lesen Sie auch: Überblick: Das stand in Freising 2018 an Projekten an

Auch nicht unwichtig: die Afrikanische Schweinepest und ihre weitreichenden Folgen. Zahlen aus der Unteren Jagdbehörde belegen eine deutlich Steigerung des Schwarzwildabschusses gegenüber 2017: 1083 Tiere wurden heuer erlegt – 401 mehr als 2017. Die Jägerschaft habe, so ist es nachzulesen,ihre Bejagung auf Wildschweine verstärkt, um großflächige Schäden auf Äckern und Wiesen zu vermeiden und die Gefahr der „Seuchenverbreitung“ zu senken. Der Landkreis hatte außerdem zehn Euro pro erlegtes Schwarzwild bezahlt, 65 Jäger hätten für 565 Wildschweine diesen Zuschuss für den Abschuss beantragt.

Schließlich Zahlen zu der Deutschen liebstem Kind: das Auto. Zum 31. Oktober waren im Landkreis Freising 155.293 Fahrzeuge zugelassen. Das entspricht einer Steigerung um 3391 Fahrzeuge gegenüber 2017. Immerhin hat auch die Zahl der zugelassenen Elektrofahrzeuge in diesem Zeitraum von 294 auf 434 zugenommen, heißt es in den Akten. 

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