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Sensationell: Reinhard von Wittken (30) wurde für die grüne Europa-Liste nominiert.

Sensation in Regensburg

Von Wittken auf Grünen-Liste für die Europawahl

  • Helmut Hobmaier
    vonHelmut Hobmaier
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Das war eine faustdicke Überraschung: Bei der Wahlnachlese der Grünen am Samstag in Regensburg wurden auch die zwei bayerischen Bewerber für die Europawahl im Mai 2019 aufgestellt – und Kreisvorsitzender Reinhard von Wittken (30) machte (gemeinsam mit Henrike Hahn) das Rennen.

Landkreis – Damit  stehen die Chancen nicht schlecht, dass von Wittken tatsächlich ins Europaparlament einziehen könnte. Derzeit stellen die bayerischen Grünen eine Abgeordnete. Setzt sich der derzeitige Erfolg der Partei fort, könnte es im Mai 2019 durchaus einen zweiten Abgeordneten geben. „Ja, da ist Musik drin“, sagte Wittken am Sonntag Freisinger Tagblatt.

Der 30-Jährige hatte sich unter acht Bewerbern mit einer fulminanten Rede durchgesetzt. Zum einen betonte von Wittken seine Grundüberzeugung, dass man „für Europa einstehen und kämpfen muss“. Die bürgerliche Freiheit sterbe „scheibchenweise“, sagte von Wittken, daher dürfe man sich etwa an Grenzkontrollen gar nicht erst gewöhnen. Man brauche ein Europa, „dass sich nicht hinter Mauern versteckt“. Von Wittken, der am Lehrstuhl für unternehmerische Nachhaltigkeit tätig ist und an einem EU-Forschungsprojekt mitarbeitet, steht aber auch für eine „sozialökonomische Wende in Gesellschaft und Wirtschaft“, die sich grundsätzlich am Kriterium der Nachhaltigkeit zu orientieren habe.

Der Freisinger Grüne setzte sich unter acht Bewerbern durch – auch gegen Ulrike Gote, Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags. „Reinhard hat die Rede seines Lebens gehalten“, sagte hinterher der neue Grünen-Abgeordnete Johannes Becher.

Vom 9. bis 11. November stellen die Grünen im Rahmen der Bundesdelegiertenkonferenz die Bundesliste für die Europawahl auf.  

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