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Den Lebensweg des ersten Freisinger Landrats Philipp Held zeichnete Bernd Feiler (Kultur und Heimatpflege) bei der Eröffnung der Ausstellung nach, die nun vier Wochen lang im Kreuzgang des Landratsamts besichtigt werden kann.

Vor 25 Jahren verstarb Landrat und Justizminister Philipp Held 

Der Mann der ersten Stunde

Der Todestag des ersten Freisinger Landrats, Philipp Held, jährt sich heuer zum 25. Mal. Das hat der Landkreis Freising zum Anlass genommen, eine Ausstellung im Landratsamt zu organisieren. Helds „politischer Ururenkel“ Josef Hauner würdigte seinen Vorgänger vor zahlreichen Gästen.

Freising– Der Kreischef nannte den gebürtigen Regensburger Philipp Held eine Persönlichkeit der Zeitgeschichte, der 30 Jahre lang Politik auf kommunaler und Landesebene, zunächst als Landrat, dann als Justizminister und stellvertretender Bayerischer Ministerpräsident gestaltete. Held war eigentlich Jurist am Amtsgericht, wurde aber, 33-jährig, von den Amerikanern wenige Wochen nach Kriegsende 1945 als Landrat eingesetzt. 1946 wurde er dann durch den Kreistag, 1948 dann unmittelbar von den Landkreisbürgern gewählt, blickte Josef Hauner zurück. „Die Amerikaner machten das Amt des Landrats ,politischer‘“, sagte der amtierende Landkreischef. Damit sei Held als Chef des Landkreises nicht nur Behördenleiter sondern auch Politiker gewesen. „Das war damals neu“.

An Bernd Feiler, dem Organisator der Ausstellung „Philipp Held 1911-1993. Freisinger, Landrat, Minister“ war es, vor der offiziellen Eröffnung die Stationen des politischen Lebens des Sohnes des früheren Bayerischen Ministerpräsidenten Heinrich Held zu skizzieren. Der Rechtsassessor am Freisinger Amtsgericht zog mit seiner Frau Hedwig Peslmüller ins Haus der Schwiegereltern in die Deutingerstraße, weil die Wohnung des jungen Ehepaares in München von Bomben zerstört worden war. Nach der Einsetzung als Landrat schien der junge Jurist vor „schier unlösbaren Aufgaben“ zu stehen, so Bernd Feiler. Heimatvertriebene brauchten Wohnraum, die Wirtschaft lag am Boden, es mangelte an Lebensmitteln, Rohstoffen und vor allem an einer funktionierenden Infrastruktur. Unter Helds Führung, wusste Bernd Feiler, modernisierte der Landkreis ab 1948 seine Straßen und ertüchtigte so das Kreisgebiet für den zunehmenden Autoverkehr. Neue Brücken und neue Schulhäuser wurden gebaut und 1958 in Freising ein neues Krankenhaus unter Held Regie eingeweiht. Landrat Philipp Held habe 14 Jahre lang an der Spitze des Landkreisverbandes Bayern gestanden und als Held mit Amtskollegen sechs Wochen in Amerika Land und Leute kennenlernte, habe ihm die Stadt New Orleans die Ehrenbürgerwürde verliehen. In den 60er Jahren besuchte der Freisinger Landrat auch Israel, wohin er seitdem ebenfalls gute Kontakte pflegte, berichtete Feiler.

1954 begann auch die Karriere des Abgeordneten Philipp Held. 1966 berief Ministerpräsident Alfons Goppel seinen Parteifreund in sein zweites Kabinett als Justizminister. Damit, so der Laudator, war das Amt des Landrats an Ludwig Schrittenloher übergegangen. Nach zwei Legislaturperioden – und dem Attentat bei den Olympischen Spielen in München, kandidierte der Freisinger Abgeordnete nicht mehr für den Landtag. „Er war von diesen Ereignissen schockiert“.

Den Lebensabend verbrachte Philipp Held in Wolfersdorf, wo er immer wieder politische Weggefährten und Freunde empfing.

In der Ausstellung im Kreuzgang des Landratsamtes sind neben den vielen interessanten Exponaten auch die Orden und Ehrenzeichen zu sehen, die Philipp Held im Laufe seines Lebens erhalten hat.

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