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Auch das Gitarrenensemble der Musikschule trug zur schönen Atmosphäre bei. 

Weihnachtslesung der Musikschule Freising

Eine ganz besondere Stunde

Andante und Ländler, Menuett und Hirtenweise, Celebrate und Boarischer. Bei der ersten musikalisch-bayerischen Weihnachtslesung der Freisinger Musikschule am Freitagabend in der Neustifter Pfarrkirche St. Peter und Paul waren nicht nur die Darbietungen der verschiedenen Musikgruppen abwechslungsreich. Auch die Texte, die Kreisheimatpfleger Rudolf Goerge für diese staade Stunde ausgewählt hatte, waren ganz unterschiedlicher Natur: Boarische Gedichte zum Schmunzeln, Besinnliches und Nachdenkliches, aber auch humorige Geschichten.

Erst zum Schluss, dafür umso länger, applaudierten die Zuhörer in der Neustifter Kirche.

Freising –  Doch bei aller Vielfalt hatten Musik und Texte doch eines gemeinsam: Weihnachten. Das Ambiente und die Beleuchtung waren stimmungsvoll, die Darbietungen auch. Ob das nun das Klarinettenquartett war, das sich Klassisches von Karl Edelmann oder auch Joseph Haydn ebenso vorgenommen hatte wie den „Woferl Boarischen“, oder das junge Geigenensemble, das Pierre Clereaus „Celebrate“ ebenso intonierte wie „Eröffnet die Pforten“ und „Zu Bethle’m überm Stall“: Die ganze Bandbreite adventlicher und weihnachtlicher Weisen erfreute und ergriff die Zuhörer.

Dann war da noch die Saitenmusi – Zithern, Harfe und Gitarre. Ganz wunderbar waren da die alpenländische Weise „Jetzt fangen wir zum Singen an“ zu vernehmen, erklang ein schönes Andante von Edelmann oder auch eine zarte Volksweise. Trotz der gekonnten Darbietungen fiel es dem Publikum leicht, der Bitte zu folgen, dass man nicht zwischen den Stücken applaudieren, sondern sich den Beifall bis zum Ende aufsparen möge.

Ganz junge, sehr gute Musikanten waren bei den Auftritten des Flötenensembles zu sehen und zu hören: Stücke aus der Steiermark („Wer wird in meinem Herzen“ und „Gebet der Engel und Hirten“) beherrschte der Nachwuchs genauso wie die Ettaler Menuette. Dann war da noch das Gitarrenensemble, das mit einem Langsamen Ländler und einem Menuett wesentlich zu der schönen Atmosphäre und zu einem beeindruckenden Konzert beitrug. Und nicht zu vergessen das Akkordeonquartett, das die „Holledauer Weihnacht“ spielte.

Etwa 30 Schülerinnen und Schüler der Freisinger Musikschule verzauberten also – manchmal mit, manchmal ohne ihre Lehrer – das Publikum, zeigten ihr Können und gestalteten eine wahrlich besinnliche Stunde. Die fünf Texte, die Rudolf Goerge in seiner unverwechselbaren, mitreißenden, klaren, aber nie gekünstelten Art vortrug, umfassten kleine Adventsgeschichten wie „Damals“ von Julius Kreis, humorvoll lehrreiche Gedichte von Helmut Zöpfl oder auch heitere Erzählungen wie von Hanns Vogel „Wia’s Christkindl von Atzlbach verschwunden ist“.

Instrumentalmusik, Gesang und Rezitationen – eine anrührende, ein bleibende, eine staade Stunde war das in St. Peter und Paul. Eine gelungene Premiere für diese Veranstaltung der Musikschule.

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