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Nimmt die Sache selbst in die Hand: Thomas Mücke (r.), Vorsitzender des Fördervereins, übernimmt die Weinstube im Alten Gefängnis. Unterstützt wird er von (v. l.) Ernst Graßl, 2. Vorsitzendem Walter Dietz, Willi Pronold, Küchenchefin Nevenka Fiskus und Herbert Thalmaier.

Doch der Betreiber wünscht sich eine Änderung

Der Wein fließt: Weinstube im Alten Gefängnis in Freising hat wieder geöffnet

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Sie ist zurück: Die Weinstube im Alten Gefängnis in Freising hat wieder geöffnet. Bewirtschaftet wird die beliebte Lokalität nun vom Verein in Eigenregie. Doch das soll keine Dauerlösung sein.

Freising – 2005 hat sich der Förderverein Altes Gefängnis Freising gegründet, im gleichen Jahr begann die Renovierung des Denkmals und schon 2007 konnte im Erdgeschoss das Weinlokal eröffnet werden. Fast zwölf Jahre ist das nun schon her. Sibylle und Klaus Neuenfeldt waren viele Jahre lang die Pächter, bis Anfang 2018 die Freundinnen Nevenka Fiskus und Sabnije Buzaku die Weinstube übernahmen. Doch nach einem Jahr ist schon wieder Schluss, Fiskus und Buzaku haben den Vertrag aus persönlichen Gründen zum Jahresende gekündigt. Jetzt hat Thomas Mücke, der Initiator des Projekts Altes Gefängnis und Vorsitzender des Fördervereins, die Sache selbst in die Hand genommen. Am Mittwochabend war sein erster Tag – und alle waren zu Glühwein und Maroni eingeladen.

„Das Gefängnis ist mein Baby“, sagt Mücke. Deshalb haben sich er und drei weitere Aktive jetzt dazu entschlossen, das Weinlokal in Eigenregie zu betreiben. Der Vorsitzende will dem Lokal wieder einen Charakter verleihen, hier sollen sich die Mitglieder des Vereins wohlfühlen. Vor allem will man im Sommer das Kulturprogramm des Vereins im Gefängnishof wieder aktivieren. Das sei bisher schwierig gewesen, weil der Hof zur Weinstube und damit dem Pächter gehörte.

Verantwortliche suchen „über kurz oder lang“ einen neuen Pächter

Das solle laut Mücke freilich kein Dauerzustand sein. „Über kurz oder lang“ brauche man schon wieder einen neuen Pächter oder zumindest einen Geschäftsführer. Nachfragen gebe es bereits genügend, verrät Mücke. Voraussetzung sei aber beispielsweise, dass man das vom Verein nun entwickelte Konzept für die Weinstube übernimmt. Dazu gehöre auch, dass das Lokal künftig an Sonntagen geöffnet hat – also dann, wenn viele Besucher die Ausstellungen im ersten Stock des Alten Gefängnisses besuchen.

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Bis dahin seien Interessierte und Helfer gern gesehen, die in und für die Weinstube Aufgaben übernehmen – das geht von Kleinigkeiten wie der Verschönerung des Schaukastens bis zu der Bereitschaft, als Bedienung in der Weinstube zu arbeiten. Wichtig: Vereinsmitglied muss man dafür nicht sein.

Die neuen Öffnungszeiten der Weinstube, die zwischen Weihnachten und dem 6. Januar teilweise renoviert und „auf Vordermann gebracht“ worden sei, wie Mücke erzählt, sind Mittwoch bis Freitag ab 17 Uhr, samstags ab 11 zum Weißwurstessen und sonntags ab 15 Uhr.

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