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Die Flächen, die pro Hof im Landkreis bewirtschaftet werden, werden immer größer. Die Zahl der bäuerlichen Betriebe in der Region hingegen ist laut S tatistik in den vergangenen zehn Jahren gesunken.

Statistiker durchleuchten die Zahl der BauernHöfe im Landkreis

Weniger Landwirte beackern größere Flächen

Auch wenn die Zahl der Höfe und der landwirtschaftlich genutzten Fläche im Landkreis Freising zwischen 2007 und 2017 geschrumpft ist: „Die Landwirtschaft ist immer noch ein gesunder Erwerbszweig in der Region“, betont Bauernverbands-Kreisgeschäftsführer Gerhard Stock.

Landkreis – Insgesamt zurückgegangen ist die Zahl der Höfe in Bayern, vermeldet das Bayerische Statistische Landesamt. Wurden im Freistaat im Jahr 2007 noch 97 873 landwirtschaftliche Betriebe ermittelt, so sank diese Zahl im Jahr 2016 auf 90 162 Höfe. Zu beobachten sei zudem im Freistaat der Trend zu Höfen mit einer größeren Flächenausstattung: Die durchschnittliche Größe je Betrieb ist auf derzeit rund 35 Hektar gestiegen, berichten die Statistiker. Im Jahr 2007 waren es gerade einmal 20 Hektar.

Diesen Trend bestätigte auch Gerhard Stock, Kreisgeschäftsführer des Bauernverbands (BBV) Freising: „Im Landkreis wurde laut Statistik im Jahr 2007 von 1892 Betrieben eine Gesamtfläche von durchschnittlich 26 Hektar bewirtschaftet. Im Jahr 2016 waren es noch knapp 1600 Höfe, die allerdings eine durchschnittliche Betriebsgröße von rund 31 Hektar hatten. Daran sieht man deutlich den Strukturwandel in der Landwirtschaft. Immer weniger Betriebe bewirtschaften immer mehr größere Flächen.“

Die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche im Landkreis sank zwischen 2000 und 2016 von knapp 50 000 auf rund 47 850 Hektar. Eine statistische Entwicklung, die BBV-Chef Gerhard Stock allerdings differenziert analysiert: „Dieses Minus ist nicht nur der viel zitierten Flächenversiegelung geschuldet.“ Denn auch ökologische Ausgleichsflächen (für Bauvorhaben), die vorher landwirtschaftlich genutzt wurden, „fallen aus der Bilanz raus“, weiß Stock. Über 600 Hektar seien das allein im Kreis Freising, die derzeit privat oder von der öffentlichen Hand gepflegt würden. Auch durchs Raster der Statistiker rutscht, wer seine Betriebsstruktur ändert: „Wer beispielsweise vom Ackerbau auf Pferdewirt umsattelt, dessen Hof und Flächen werden ebenfalls nicht mehr gezählt.“

Natürlich gibt es aber auch Landwirte, die aufgeben und sich nach anderen Perspektiven umschauen: „Gerade der Landkreis Freising bietet da viele Alternativen.“ Dennoch sieht Gerhard Stock positiv in die Zukunft: „Der Landkreis hat eine gesunde Landwirtschaft mit gut ausgebildeten Betriebsleitern.“ Und: Unsere Landwirte genießen Rückhalt und Vertrauen in der Bevölkerung.“ Zudem schaffe gerade auch das Grüne Zentrum des Campus Weihenstephan immer wieder neue Anreize, doch den beruflichen Weg in die Landwirtschaft einzuschlagen.

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