Polens Präsident legt Veto gegen Justizreform ein

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Informierten vor Beginn des Schuljahres über die Situation im Schulbusverkehr (v. l.): Landrat Josef Hauner, Anneliese Sachsenhauser (Schulverwaltung) und Christian Wegscheider (Straßenverkehrsamt).

Landrat bittet vorab um Verständnis

Wenn die Schulbuslinie Verstärkung braucht

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Landkreis – Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu, am kommenden Dienstag beginnt für die kleinen und großen Kinder mit dem ersten Tag des neuen Schuljahres wieder der Ernst des Lebens. Doch sobald die Kleinen daheim sind, wird’s für die zuständigen Mitarbeiter im Landratsamt richtig ernst: Die Telefone laufen heiß – etwa, weil sich Eltern darüber ärgern, dass der Schulbus hoffnungslos überfüllt war.

„Wir möchten um Verständnis werben, wenn am ersten Schultag noch nicht alles ganz perfekt läuft“, schickte Landrat Josef Hauner am Mittwoch eingangs des Pressegesprächs zum Thema Schulbusverkehr vorweg. Man werde möglichst schnell reagieren und etwa einen Verstärkerbus einsetzen. „Das ist aber natürlich nicht am ersten oder zweiten Schultag möglich“, betonte Christian Wegscheider, der Sachgebietsleiter des Straßenverkehrsamts. 

Dazu muss man wissen: Der Landkreis ist nicht für jeden Bus zuständig. Für die Beförderung zu Grund- und Mittelschulen ist die jeweilige Gemeinde oder der Schulverband verantwortlich, während der Landkreis Freising der Sachaufwandsträger der weiterführenden Schulen ist. Dazu gehören die Gymnasien, die Realschulen, die Wirtschafts- und die beruflichen Schulen sowie das Förderzentrum Freising. Insgesamt ist der Landkreis also für rund 4700 Schüler zuständig, die einen Beförderungsanspruch haben und auf einen (Schul)-Bus angewiesen sind. Viele Fahrten können über das „normale“ Netz, also den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), abgewickelt werden, allerdings zeichnet der Landkreis für 26 eigene Schulbuslinien verantwortlich. Und das geht ganz schön ins Geld: Die Ausgaben des Landkreises belaufen sich – von den Schülertickets bis hin zu den Schulbussen selbst – auf fast vier Millionen Euro im Jahr. 65 Prozent davon übernimmt der Freistaat Bayern. „Wir müssen natürlich sparen“, betont Landrat Hauner. „Aber wir wollen sicherstellen, dass wir unsere Aufgabe gut erfüllen.“ 

Trotzdem könne es gerade in den ersten beiden Wochen des neuen Schuljahres zu Problemen kommen: Die Schüler haben früher Schluss, die öffentlichen Linien sind aber auf „Normalbetrieb“ ausgestellt – da kann es sein, dass das Kind mal warten muss. Sollte sich allerdings herausstellen, dass ein Bus regelmäßig überfüllt ist, „dann können wir ziemlich schnell auf die Situation reagieren und einen Verstärkerbus einsetzen“, betont Christian Wegscheider und schiebt gleich eine Zahl hinterher: Eine zusätzliche Fahrt koste 150 Euro, bei 186 Schultagen im Jahr seien schnell über 25 000 Euro beisammen. „Daher wird jeder Einzelfall überprüft.“ Immerhin könne es auch zu überfüllten Bussen kommen, weil Schüler schlicht den falschen nehmen: Auf der Strecke Allershausen – Hohenkammer – – Kranzberg – Freising konnte man die Situation vor einigen Jahren dadurch entzerren, dass die einen Schüler mit der Linie 616 und die anderen mit dem 619er fahren müssen, erklärte Anneliese Sachsenhauser von der Schulverwaltung. 

Dennoch gebe es immer etwas zu optimieren, sagt Hauner. In der nächsten Sitzung des Planungsausschusses am 22. September steht die Fortschreibung des Nahverkehrsplans auf der Agenda. Eine Vorgabe in diesem Rahmen lautet: „Verbesserung der Schülerbeförderung zu den weiterführenden Schulen“.

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