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Wird neu gebaut: Die Isarbrücke in Moosburg

Die größten Bauprojekte im Landkreis

Eine Brücke und zwei Tangenten

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Landkreis - Neun Millionen Euro hat das Staatliche Bauamt im vergangenen Jahr in die Bundes- und Staatsstraßen des Landkreises investiert. Heuer werden es gar 13 Millionen Euro sein. Die beiden größten Brocken: die B 301-Nordostumfahrung und die Isarbrücke in Moosburg.

Im Landkreis Freising liegt in diesem Jahr der Schwerpunkt der Aktivitäten des Staatlichen Bauamts. Der neue Chef, Leitender Baudirektor Stefan Maier, brachte denn auch zu seiner ersten Straßenbaukonferenz mit Landkreis und Stadt Freising elf größere Maßnahmen mit, die in diesem Jahr geplant seien: Finanziell der größte Posten ist der Neubau der Isarbrücke in Moosburg.

Im zweiten Quartal 2016 beginnt man mit dem Projekt, das 12,6 Millionen Euro kosten wird, wovon heuer fast die Hälfte (sechs Millionen Euro) verbaut werden wird. Das größte und aufwändigste Projekt ist sicherlich die B 301-Nordostumfahrung von Freising. Rodungsarbeiten hätten bereits stattgefunden, berichtete Bauoberrat Alex Eder.

Noch heuer werde an der Stelle des künftigen Brückenbauwerks zwischen Jaibling und Altenhausen der Spatenstich erfolgen. Eine Fertigstellung sei laut Maier für 2020 geplant. Freilich: Man sei davon abhängig, wie der Bund die Mittel bereit stelle. Aber Maier versprach, man dränge auf einen zügigen Baufortschritt.

2020 könnte, ergänzte OB Tobias Eschenbacher, so etwas wie das Jahr der Verkehrsfreigaben werden. Denn wenn alles wie geplant verlaufe, werde 2020 auch die Freisinger Westtangente fertig. Für den Juni 2016 ist zumindest geplant, mit den Tunnelarbeiten zu beginnen. Dass beide Großprojekte auch für den Landkreis von großer Bedeutung seien, betonte der Dritte im Bunde der Straßenbaukonferenz, Landrat Josef Hauner.

Neben kleineren Bauwerksinstandsetzungen stehen noch zwei Brückenerneuerungen auf der Agenda 2016 des Staatlichen Bauamts: Da ist zunächst die neue Brücke über die Staatsstraße 2350 (die alte Bundesstraße 11) bei Langenbach an der Kreisstraße FS 13 (1,4 Millionen Euro) und da ist zum anderen die neue Semptbrücke bei Moosburg an der B 11 (0,6 Millionen).

Während sich Landkreis und Staatliches Bauamt einig sind, dass man das Radwegenetz entlang der Kreisstraßen und der Staatsstraßen verdichten will, sind sich zwei andere Partner nicht grün: Die Gemeinden Allershausen und Kranzberg streiten bekanntlich noch immer um die Trassenführung für eine Ortsumfahrung von Allershausen. Wie Bauoberrat Eder gestern erläuterte, sei dieses Projekt trotzdem aus folgendem Grund in der Projektliste für 2017 aufgeführt: Eine andere Maßnahme im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Bauamts stehe vor dem Aus, so dass die Ortsumfahrung für Allershausen in den vordringlichen Bedarf rutschen und an Stelle des gescheiterten Projekts realisiert werden könnte. Ob so ein „Tausch“ möglich sei, werde sich innerhalb der nächsten Monate herausstellen, kündigte Maier an. Sollte sich diese Chance eröffnen, dann müsse man eben noch Abstimmungsgespräche mit den beiden Kommunen führen und versuchen, eine Einigung zu erreichen. Wobei Eder relativ deutlich machte, dass die von Kranzberg favorisierte „Waldrandtrasse“ mitten durch ein FFH-Gebiet keine Aussichten auf Erfolg haben dürfte.

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