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Traurige Corona-Nachricht: Winter-Tollwood abgesagt - obwohl es kurz zuvor noch Hoffnung gab

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Eine Verkäuferin am Gemüsestand auf dem Freisinger Wochenmarkt.
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Fast wie in alten Zeiten: Die Beschicker des Wochenmarkts stellen ihre Stände bald wieder in der Innenstadt auf – sehr zur Freude der Freisinger Geschäftswelt.

Unter mehreren Corona-Auflagen

Ab November: Freisinger Wochenmarkt kehrt in die Innenstadt zurück

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Der Freisinger Wochenmarkt kehrt zurück: Ab November findet er wieder in der Innenstadt statt - unter einigen Corona-Auflagen.

Freising – Die Bitten und Forderungen der Freisinger Geschäftswelt in der Innenstadt und der Aktiven City Freising hatten Erfolg: Der Finanzausschuss hat beschlossen, trotz aller Bedenken und Schwierigkeiten den Wochenmarkt am Mittwoch und Samstag wohl ab November wieder von der Luitpoldanlage in die Innenstadt zurückzuverlegen.

Wochenmarkt kehrt zurück: 1,5 Meter Abstand und Maskenpflicht für alle

Die Ergebnisse eines Überprüfungsauftrags von OB Tobias Eschenbacher stellte am Montag Ordnungsamtsleiter Stefan Klopfer vor: Laut Aussage des Landratsamtes sei eine Rückverlegung „unter gewissen Voraussetzungen möglich“. Allerdings müsse gewährleistet sein, dass die Kunden 1,5 Meter Abstand halten könnten und dass Maskenpflicht für alle bestehe. Um das kontrollieren zu können, müsse der Markt ein erkennbar abgetrennter Bereich sein, da ansonsten die Unterscheidung zwischen Marktbesuchern und Geschäftskunden nicht möglich sei. Um auch die Abstände zwischen den Ständen zu gewährleisten, brauche man für die rund 35 Stände am Mittwoch und fast 50 Stände am Samstag 400 Meter Aufstellfläche, so Klopfer. Zudem müsse die Anfahrt für Entsorgungs- und Rettungsfahrzeuge sowie für Anlieger möglich sein.

Unter diesen Vorgaben habe man diverse Möglichkeiten abgeklopft: Der Christopher-Paudiß-Platz biete nur Raum für maximal 18 Stände, an der Angerbadergasse sei nur Platz für maximal 15. Möglich wäre ein Markt auf den Parkplätzen an der Kammergasse, dann entfielen dort aber sämtliche Parkmöglichkeiten für Innenstadtbesucher. Denkbar wäre der (lange) Abschnitt der Unteren Hauptstraße zwischen Ziegelgasse und Apothekergasse, die Obere Hauptstraße entfalle wegen der Bauarbeiten bis 2022 als möglicher Standort. Fazit: Aus Sicht der Sicherheitsbehörde sei die Luitpoldanlage ideal, eine Verlagerung in den Bereich zwischen Ziegel- und Apothekergasse sei aber möglich, wenn man Einschränkungen für den Liefer-, Anwohner- und (mittwochs) Baustellen-Verkehr hinnehme.

Grüne Marktmeile: Der Wochenmarkt soll im November in die Freisinger Innenstadt zurückkehren. Aufgrund der Corona-Auflagen werden sich die Stände weit verteilen.

Eva Bönig (Grüne) rührte kräftig die Werbetrommel für die Rückkehr des Markts in die Innenstadt: Markt und Innenstadt gehörten einfach zusammen. Die Maskenpflicht sei „gar kein Thema und kein Drama“. Ulrich Vogl (ÖDP) sah die Maskenpflicht ebenfalls „ganz entspannt“. Wenn der Markt in der Innenstadt also möglich sei, sei die Politik gefordert, „dass die Innenstadt nicht kaputtgeht“. Plan B wäre für ihn der Markt an der Kammergasse, stünden im Altstadt-Parkhaus doch genügend Parkplätze zur Verfügung. Alles sei besser als die Luitpoldanlage. Peter Warlimont (SPD) war „erleichtert“ zu hören, dass der Wochenmarkt in der Innenstadt wieder möglich sei. Die Kammergasse als Alternative würde er aber ausschließen. Skeptisch war hingegen Guido Hoyer (Linke): Er halte es für schwierig, für „die halbe Innenstadt“ eine Maskenpflicht zu verhängen. Angesichts der relativ geringen Corona-Infektionszahlen in Freising dürfe man es „nicht übertreiben“.

Corona-Regeln auf Wochenmarkt: Sicherheitsfirma soll Kontrollen durchführen

Hoyers Vorschlag: den Markt auf den Christopher-Paudiß-Platz zu verlegen und Teile der Heiliggeistgasse und der General-von-Nagel-Straße mitzubenutzen. Rudolf Schwaiger (CSU) befürchtete gar einen „anarchischen Raum“, sollte der Markt in der Unteren Hauptstraße zwischen Ziegel- und Apothekergasse stattfinden: Radfahrer würden trotzdem zum Teil nicht absteigen und schieben. Und eine Kontrolle der Maskenpflicht bedeute einen hohen Verwaltungsaufwand und Kosten.

OB Eschenbacher bestätigte, dass man diese Kontrollen nicht mit städtischem Personal durchführen könne, sondern eine Sicherheitsfirma beauftragen müsse. Kosten dafür, wie Klopfer sagte: zwischen 12.000 und 16.000 Euro für dieses Jahr. Richard Grimm (FW) sah diese Probleme nicht so: Man könne den Markt eh erst im November in die Innenstadt lassen, da sei Winter – und die Zahl der Beschicker gering. Die Maskenpflicht stehe für ihn außer Frage. Dass der Wochenmarkt in die Altstadt zwischen Ziegel- und Apothekergasse verlegt werde, dass in diesen Zeiten eine Vollsperrung für den Individualverkehr erfolge und für den Bereich eine Maskenpflicht angeordnet werde, wurde mit 11:3 Stimmen (gegen Schwaiger, Hoyer und FW-Stadtrat Robert Weller) beschlossen.

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