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Es wird eng: 2037 sollen in der Stadt Freising und den Landkreis-Gemeinden 193 000 Menschen leben. 

Kreisdaten für Region München

Der Wohnraum ist schon jetzt zu knapp – doch der Landkreis Freising wächst weiter

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Es wird eng: Die Kreisdaten prognostizieren dem Großraum München, zu dem auch Freising gehört, weiteres Wachstum. Das Problem: Wohnraum fehlt bereits jetzt.

Landkreis – 178.000 Einwohner, 81.000 Wohnungen und 2,1 Prozent Arbeitslosenquote: Das sind drei der Freisinger Kreisdaten für 2017, die der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München veröffentlicht hat. In der Region München mit den acht Landkreisen Freising, Erding, Dachau, Ebersberg, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech, München und Starnberg nimmt die Bevölkerung bis 2037 auf 3,2 Millionen Einwohner zu. Das prognostizierte Wachstum für Freising ist zwar relativ gering – doch Wohnraum fehlt bereits jetzt.

Bevölkerung

Der Kreis Freising zählt mit knapp 178 000 Bürgern zu den am dichtesten besiedelten. Nur in der Landeshauptstadt sowie in den Landkreisen München und Fürstenfeldbruck leben mehr Menschen. Der Prognose zufolge wächst Freising bis 2037 um 8,1 Prozent: auf 193 000 Menschen. Hallbergmoos ist in den vergangenen Jahren am meisten gewachsen: um 23,7 Prozent auf fast 11 000 Einwohner. Danach kommen Kirchdorf, Zolling und Allershausen. Lediglich aus Paunzhausen und Gammelsdorf wachsen nicht: 2017 sind von dort 49 beziehungsweise 69 Bürger weggezogen.

Freising wird langsam älter: Machte der Anteil der bis 17-Jährigen 2007 noch fast 20 Prozent aus, sind es 2017 nur noch 17,6 Prozent. Dementsprechend ist der Anteil der über 65-Jährigen von 14,5 auf 15,7 Prozent gestiegen. 2037 sollen es sogar gut 23 Prozent sein.

Wohnen

2017 gab es 81 306 Wohnungen im Kreis Freising. 1069 Baugenehmigungen wurden erteilt und 924 Wohnungen fertiggestellt. Mit 11,4 Prozent liegt Nandlstadt dabei an der Spitze, danach folgen Mauern mit 10 und Au mit 9,9 Prozent. Das Schlusslicht bilden Freising (2,6), Rudelzhausen (2,4) und Wang (1,2). Dass der Wohnraum auch in Zukunft nicht ausreicht, zeigen die aktuellen Zahlen: Von 2007 bis 2017 zogen 13 305 Menschen in den Landkreis, gleichzeitig entstanden aber nur 13 142 Wohnungen.

Freising ist grün: Gut 86 Prozent der Fläche sind Vegetation und Gewässer. 8,61 Prozent macht Siedlungsfläche aus, Straßen und Verkehrsflächen nehmen knapp 5,6 Prozent ein.

Wirtschaft

Das Bruttoinlandsprodukt im Kreis Freising beträgt 7749 Millionen Euro. Hier arbeiten 81 000 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, die meisten davon, nämlich 48 Prozent, in den Bereichen Handel und Verkehr. In Langenbach ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am stärksten gestiegen: um 123,7 Prozent. Danach kommen Hallbergmoos, Hohenkammer und Attenkirchen. Zurückgegangen ist die Anzahl in Freising, Neufahrn, Eching, Wolfersdorf und Gammelsdorf. Die Arbeitsplatzdichte ist in Hallbergmoos mit 1052 pro 1000 Einwohner am höchsten. Am niedrigsten ist sie in Paunzhausen (54 pro 1000 Einwohner).

Verkehr

Der Kreis Freising zählt zu den Pendel-Hochburgen: Gut 45 000 Menschen fahren werktags zur Arbeit in den Landkreis – und genauso viele verlassen ihn dafür. Am meisten wird nach und aus Freising, Hallbergmoos, Eching, Moosburg und Neufahrn gependelt.

Finanzen

Die höchsten Gemeindesteuereinnahmen im Landkreis verzeichnet Hallbergmoos: 3825 Euro pro Einwohner. Dahinter kommen Eching, Freising und Fahrenzhausen. Das Schlusslicht bildet Nandlstadt mit 791 Euro. Der Landkreis-Durchschnitt liegt bei 1509 Euro pro Einwohner.

Bildung

2017 haben 1674 Schüler einen Abschluss an allgemeinbildenden Schulen gemacht. Was auffällt: In der Region München geht der Trend zum Abitur. In Freising ist jedoch der Anteil an Realschülern mit 46,4 Prozent vergleichsweise hoch. 

Lesen Sie auch: Vorzeige-Projekt für bezahlbares Wohnen: In Freising sind 35 Sozialwohnungen entstanden

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