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So geht’s auch: Auf dem Sportplatz des Rheingau-Gymnasiums in Berlin versammelten sich die diesjährigen Abiturienten mit ihren Angehörigen für die Vergabe ihrer Zeugnisse. So konnten die geltenden Corona-Abstandsregeln eingehalten werden. Im Landkreis Freising setzt man hingegen auf den Schichtbetrieb.

Corona sorgt für starke Einschränkungen

Zeugnisverleihung im Schichtbetrieb: Freisinger Abiturienten müssen auf Abi-Ball verzichten

Sie haben unter extrem erschwerten Bedingungen ihre Abschlussprüfungen absolviert. Jetzt müssen die Freisinger Abiturienten auch mit starken Einschränkungen beim Feiern leben.

Landkreis – Es ist der große Tag im Leben aller Abiturienten: Mit der Zeugnisvergabe werden die jungen Erwachsenen in die Freiheit entlassen. Heuer kann diese offizielle Veranstaltung aufgrund der Corona-Lage nicht wie gewohnt stattfinden. Die Schulen im Landkreis sind aber flexibel, wenn es darum geht, ihren Schützlingen am Freitag, 17. Juli, nach zwölf Jahren Unterricht einen würdigen Abschied zu bereiten.

Schichtbetrieb am Camerloher

Aufgrund der Beschränkungen werden die Abschlussfeiern der Abiturklassen zu einem Balanceakt zwischen Hygienebestimmungen und Feierlichkeits-Sehnsüchten. Schulleitung Andrea Bliese vom Camerloher-Gymnasium weiß um die Schwierigkeiten: Um jedoch maximal drei Besucher pro Abiturient möglich zu machen, habe sich die Schule auf eine aufgesplitterte Zeugnisverleihung geeinigt – in drei Schichten werden jeweils um die 20 Schüler mit ihrem Abschluss entlassen. In der Aula sollten nie mehr als 100 Personen zugegen sein: Das könne so eingehalten werden.

Am JoHo wird sechs Mal gefeiert

Auch das Josef-Hofmiller-Gymnasium in Freising möchte im Schicht-System Abschied feiern: Sechs Mal müsse das Prozedere durchgeführt werden, so Oberstufenkoordinatorin Bettina Lohs : je 15 Schüler samt Eltern. In der Aula sollen maximal 50 Menschen sein.

Gottesdienst im Dom per Livestream möglich

Oberstudiendirektor Manfred Röder hat eine „Idealvorstellung“ für die Zeugnisübergabe an die Abiturienten des Dom-Gymnasiums: Er hofft auf Lockerungen, um dem Wunsch der Schüler, nicht „in Schichten“, wie er es nennt, die Zeugnisse überreichen zu müssen.

Was auf jeden Fall am 17. Juli stattfinden werde, ist ein Gottesdienst im Dom, den man, wenn notwendig, per Streaming sowohl in die Schulaula als auch zu den Schülern nach Hause übertragen werde. Sollten die Vorgaben so bleiben, wie sie derzeit sind, könne man die Zeugnisübergabe wohl nur in Gruppen à 50 Personen absolvieren. Das bedeute, dass eventuell nur je ein Elternteil als Besucher zugelassen werden könnte. Das gemütliche Beisammensein im Anschluss könne man auf den Philippshof und den Forsthof verlegen. Aber noch ist am Dom-Gymnasium die Hoffnung, dass die Lage Lockerungen zulässt, nicht gestorben.

Moosburg legt Wert auf würdigen Abschied

Dieses Jahr ist alles anders, und doch ist es Claudia Theumer, Rektorin des Moosburger Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums wichtig, dass die erfolgreichen Abiturienten einen würdigen Schulabschied bekommen. Ab 11.30 Uhr wird es deshalb fünf Abschlussfeiern geben, zu denen jeweils 15 Schüler samt Eltern eingeladen sind. Der traditionelle Abi-Ball der Schüler muss aber ebenso ausfallen wie der Abi-Streich, weil bei beiden Veranstaltungen die Abstandsregeln nicht eingehalten werden könnten, sagt Theumer.

Abwarten am OMG in Neufahrn

Noch am Überlegen, wie man die Abiturzeugnisse Corona-konform übergeben könnte, ist Oberstudiendirektorin Juliane Stubenrauch-Böhme am Neufahrner Oskar-Maria-Graf-Gymnasium. Sie betont: „Wir wollen noch die weiteren Hygienevorschriften abwarten.“

Eine Überlegung wäre aber auch an der Neufahrner Schule, die Reifezeugnisse an die 95 Abiturienten „in drei Schichten“ zu übergeben. Eine weitere Frage: lieber drin feiern, wo weniger Leute zugelassen sind, oder draußen, wo die Logistik schwerer zu handhaben ist? Am OMG ist all das noch offen.

Wolfgang Schnetz, Nico Bauer, Richard Lorenz

Lesen Sie auch: Corona-Ausbruch auf der Krebsstation: Fünf Infizierte im Klinikum Freising gemeldet. Alles anders: Freisinger Kammergasse wird jetzt reine Fahrradstraße. Training mit Kontakt wieder möglich: „Das ist eine richtig gute Nachricht.“

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