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Auf dem Parkplatz vom Rofu-KInderland entsteht im rückwärtigen Bereich die neue THW-Lkw-Halle. Im Gebäude des ehemaligen Spielzeugmarkts werden Verwaltung, Lager und Sanitäreinrichtungen des Hilfsverbands Platz finden.

Überraschende Wendung

THW Freising zieht ins Kinderland

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Freising - Und am Ende alles anders: Der bisher geplante THW-Neubau am Freisinger Südring ist vom Tisch. Die Helfer werden wohl Ende des Jahres in einen Komplex ziehen, den Bauunternehmer Andreas Adldinger an der Rudolf- Diesel-Straße hochzieht. „Dauerhaft“, wie es am Mittwoch im Planungsausschuss hieß.

Das BMW-Autohaus Spaett könnte bald einen neuen Nachbarn bekommen: Der Planungsausschuss der Stadt Freising hat am Mittwoch den Vorbescheidsantrag der Adldinger Bauwerk GmbH & Co. KG positiv beschieden, der die Umnutzung des Rofu-Kinderland (ein Spielwarenfachhandel) an der Rudolf-Diesel-Straße 5 in ein Bürogebäude mit Lagerräumen samt Neubau einer Lkw-Halle vorsieht. Dort soll das THW Freising seine neue Heimat finden. 

Wie gestern zu erfahren war, hat der Bund, dem das THW ja unterstellt ist, das geplante Objekt für insgesamt sieben Jahre gemietet: „Die bundeseigenen Neubauplanungen sollen trotzdem weitergehen, wurde uns versprochen“, erklärte ein skeptischer Manfred Kürzinger vom THW-Helferverein. Allerdings nicht mehr am Standort am Südring (hinter dem TÜV) in Lerchenfeld. 
"Dieses Grundstück sei zu klein, hieß es jetzt vom Bund. Es wird jetzt wohl verkauft.“ Das jetzige Projekt wird nächste Woche intensiv besprochen. 

Wie geht es offiziell an der Dieselstraße weiter? Andreas Adldinger will das bestehende Rofu-Gebäude zu einem Bürogebäude samt Lager und Sanitäreinrichtungen umbauen, so dass es „dauerhaft“ als Standort für das Technische Hilfswerk Freising, bestehend aus dem Ortsverband und dem Helferverein, genutzt werden könne.

Damit die THW-Mannen ihren Fuhrpark unterbringen können, plant Adldinger zudem auf dem Parkplatz den Bau einer Lkw-Halle. Die soll 40 auf zwölf Meter groß werden und Wandhöhen von 4,5 bis 6,5 Meter aufweisen.

Die von der Adldinger GmbH beantragte Nutzungsänderung wurde am Mittwoch sowohl von der Verwaltung als auch von den Stadträten positiv beurteilt und als bauplanungsrechtlich zulässig beschlossen. Auch die Lkw-Halle, die die vorgegebenen Baugrenzen überschreiten würde, wurde genehmigt.

Als Begründung dafür, dass zur Freude des THW die Nutzungsänderung möglich sei, wurde angeführt, dass so eine Anlage als Einrichtung für soziale Zwecke anzusehen sei – eine Art der Nutzung, die in einem Gewerbegebiet zulässig ist. Der Bau der Lkw-Halle sei möglich, weil sie mit öffentlichen Belangen vereinbar und eine Verletzung nachbarlicher Interessen nicht erkennbar sei.

Das Technische Hilfswerk Freising muss, wie berichtet, bis zum Jahresende das Domizil am Fuß des Dombergs verlassen. Und weil für den eigentlich vom Bund schon lange vorgesehenen Neubau im Gewerbegebiet an der Erdinger Straße eine Finanzierungslücke bestand, wurde es mit dem geplanten Neubau ewig nichts (wir berichteten bereits mehrfach). Jetzt ist der Südring als Standort ganz vom Tisch und stattdessen eine „dauerhafte Übergangslösung“ für das THW geboren. Der Planungsausschuss hat dafür die Voraussetzungen geschaffen.

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