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Nicht einmal Arbeiter betreten derzeit die Baustelle an der südlichen Stadteinfahrt. 

Wegen Änderungswünschen

Zwangspause auf der Kinobaustelle

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Es gibt Baustellen, da geht’s hektisch zu. Es gibt Baustellen, da läuft alles ruhig und konzentriert ab. Und es gibt Baustellen, da herrscht absolute Idylle, da sieht man keinen Arbeiter.

Freising – Zu letzterer Kategorie gehört seit einigen Wochen das Projekt der Josef Saller GmbH neben den Schlüterhallen – besser bekannt als Kino plus Fachmarktzentrum. Dass die Baustelle verwaist ist, liegt nicht an den Ferien. Neue Pläne müssen vorgelegt und genehmigt werden.

Es war schon nicht ganz einfach, bis alle Unterlagen eingereicht worden waren, damit Josef Saller Grünes Licht von der Stadt bekam, um mit dem lang ersehnten Kinobau zu beginnen. Im ersten Halbjahr 2018 sollten nun, so der Stand der Dinge, das Kino und das Fachmarktzentrum als Erweiterung der Schlüterhallen eröffnen. Doch es ist zweifelhaft, ob das klappt. Denn der Rohbau steht, seitdem tut sich aber nichts. Den Grund weiß Stadtdirektor Gerhard Koch: Die künftigen Mieter des Gebäudes hätten noch Änderungswünsche geäußert, manch neues Angebot sei hinzugekommen, das man auf Innenstadtrelevanz hin prüfen müsse, die Fassadengestaltung sei auch noch nicht abschließend geklärt, und manch anderes noch. Um das alles genehmigen zu können, brauche man einen Tekturantrag des Bauwerbers – und auf den wartet man in der Stadt. Solange da kein genehmigter Antrag vorliege, baue die Saller GmbH nicht weiter.

Der Bauherr hat sich sozusagen den Bau selbst eingestellt. Schließlich soll das künftige Kino kein Schwarzbau sein. Koch wartet nun – wie wohl die meisten Freisinger – darauf, dass die Saller GmbH den von der Stadt aufgestellten Forderungskatalog abarbeite und einen Antrag zur Genehmigung vorlege. Damit es möglichst bald wirklich großes Kino in Freising geben kann.

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