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Die Arbeitslosenzahlen gehen zurück.

Bilanz der Arbeitsagentur

Freisinger Arbeitsmarkt: Frühjahrsaufschwung hilft vor allem Männern

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Trotz winterlicher Temperaturen hat der regionale Arbeitsmarkt in den vergangenen Wochen wieder an Schwung gewonnen. Vor allem die Männer profitieren vom Frühjahrsaufschwung.

Landkreis – Trotz winterlicher Temperaturen hat der regionale Arbeitsmarkt in den vergangenen Wochen wieder an Schwung gewonnen. Wie die Agentur für Arbeit Freising mitteilt, ging die Arbeitslosigkeit im März in allen vier Landkreisen ihres Bezirks zurück. So zählte die Agentur für Arbeit im März 2018 in Freising, Erding, Dachau und Ebersberg insgesamt 7209 Arbeitslose. 543 Frauen und Männer weniger als im Vormonat und 211 Personen weniger als im März 2017 – die Arbeitslosenquote sank von 2,2 Prozent im Februar 2018 auf ein aktuelles Niveau von 2,1 Prozent.

„In den saisonunabhängigen Branchen präsentierte sich unser Arbeitsmarkt weiter sehr robust und auch in den Außenberufen – auf dem Bau, in den Gärtnereien und Landwirtschaftsbetrieben – wurde in den vergangenen Wochen die Arbeit langsam wieder aufgenommen“, erläutert Karin Weber, Chefin der Arbeitsagentur. „Vom Frühjahrsaufschwung am Arbeitsmarkt profitierten deshalb vor allem Männer, da die verstärkt in den Außenberufen tätig sind.“

Von einer insgesamt guten wirtschaftlichen Lage zeugt die weiterhin hohe Personalnachfrage: Im März informierten die Unternehmen der Region die Arbeitsvermittler über 1263 neu zu besetzende Stellen. Insgesamt befanden sich damit zuletzt 5428 Jobangebote im Stellenpool der Agentur.

Karin Weber freut sich über einen „sehrrobusten“ Arbeitsmarkt.

Halbzeitbilanz zog Weber auf dem Ausbildungsmarkt: Seit Beginn des Berufsberatungsjahrs am 1. Oktober 2017 wurden der Agentur von den Betrieben in den vier Landkreisen 2713 Ausbildungsstellen gemeldet – das waren 162 Stellen weniger als im vorangegangenen Vergleichszeitraum. Zeitgleich meldeten sich 2433 Interessenten an einer Ausbildung bei den Berufsberatern, 73 weniger als im Vorjahr. Knapp die Hälfte der gemeldeten Bewerber konnte bis März eine berufliche oder schulische Perspektive entwickeln. 1226 Jugendliche hatten bis zuletzt allerdings noch nicht den passenden Ausbildungsplatz gefunden. „Unbedingt dranbleiben“, rät der Leiter der Berufsberatung Harald Brandmaier. „Für eine Bewerbung ist es noch nicht zu spät.“ Im März 2018 waren noch 1678 gemeldete Ausbildungsstellen vakant. Besonders gute Chancen eine Lehrstelle zu bekommen, haben Bewerber, die eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel, zum Verkäufer, zur Lagerlogistik-Fachkraft, zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel oder zum Handelsfachwirt anstreben. Auch für angehende Handwerker gibt es noch Angebote.

Für den Landkreis Freising fällt der Arbeitsmarkt ebenfalls positiv aus. Hier errechnete sich eine Arbeitslosenquote von 2,1 Prozent. Im Vormonat lag diese noch bei 2,2 Prozent, im März vor einem Jahr ebenfalls bei 2,2 Prozent. Insgesamt waren zuletzt 2202 Arbeitslose im Landkreis Freising auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz, 145 Personen weniger als im Februar. 846 Freisinger meldeten sich im März neu arbeitslos, im Gegenzug konnten 987 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres informierten die Arbeitgeber die Vermittler der Agentur über 990 zu besetzende Ausbildungsstellen – 163 Stellen weniger als im Vorjahreszeitraum. 839 Jugendliche aus dem Landkreis Freising nahmen seither das Beratungsangebot wahr. Das waren 69 Interessenten weniger als im Vorjahr.

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