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Gaben den Startschuss für das Spendenprojekt: Reinhard Schwaiger (Vorstandsvorsitzender Freisinger Bank), Peter Waldhör (Pflegeleitung SAPV-Team), Marianne Folger (Vorsitzende Hospizgruppe), Bruno Geßele (Geschäftsführer SAPV-Team) und Andreas Stommel (Freisinger Bank). 

Freisinger Bank unterstützt Palliativ-Team

„Ein wunderbares Miteinander“

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Der Hospizgedanke im Landkreis Freising lebt. Gleich drei Einrichtungen kümmern sich um schwer kranke Patienten mit unheilbaren Krankheiten in den letzten Wochen und Monaten ihres Lebens. „Diese Dreiheit ist eine Einheit“, fasst Bruno Geßele das Angebot zusammen. Von Konkurrenz keine Spur. Das hat man gestern bei einem Pressetermin betont.

Freising – Die Freisinger Bank hat soeben auf ihrer Homepage über das Spendenportal „Viele schaffen mehr“ ein neues Projekt gestartet: Das SAPV Team GmbH wird, wenn durch Spender in den nächsten drei Monaten 9000 Euro zusammenkommen, ein Auto erhalten.

SAPV? Das steht für Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung. Und das ist das dritte Standbein der Palliativversorgung im Landkreis Freising, wie gestern bei einem Treffen in der Freisinger Bank dargelegt wurde. Ärzte und Palliativcare-Schwestern kümmern sich dabei um Patienten, die auf ihrem letzten Lebensweg daheim versorgt werden. An 365 Tagen im Jahr steht das SAPV-Team 24 Stunden lang bereit, Palliativpatienten zu Hause oder in Heimen zu besuchen und zu versorgen. Seit Februar 2016 ist diese gemeinnützige GmbH im Landkreis Freising aktiv, ehrenamtlicher Geschäftsführer ist Bruno Geßele. Das SAPV-Team benötigt für die Einsätze der Schwestern ein Fahrzeug, das auch Kranken- und Toilettenstühle transportieren kann. Das neue Projekt der Freisinger Bank, die 12 000 Euro als Grundstock zugesagt hat, soll das ermöglichen.

Eben jener Bruno Geßele ist auch im Vorstand einer zweiten Organisation tätig, die sich dem Hospizgedanken verschrieben hat: die 1995 gegründete Hospizgruppe Freising. Marianne Folger heißt die derzeitige Vorsitzende, die das Angebot als sehr niederschwellig beschreibt. Der Hospizverein sei oft die erste Anlaufstelle. Speziell ausgebildete, ehrenamtliche Hospizbegleiter stünden bereit, um Sterbende auf ihrem schwerem Weg beizustehen. Und so unterstütze man auch das SAPV-Team, wenn man angefordert werde.

Und Hospizbegleiter sind auch in die dritte Einrichtung eingebunden, die sich im Landkreis Freising um Palliativpatienten kümmert: die 2003 gegründete Palliativstation am Klinikum Freising. Drei Einrichtungen, die laut Folger „ein wunderbares Miteinander“ auszeichne, weil schließlich alle dasselbe Ziel verfolgten: Unheilbar Kranken ein würdevolles Sterben zu ermöglichen.

Wesentlich teurer und noch in weiter Ferne ist ein viertes Standbein: ein landkreisübergreifendes stationäres Hospiz.

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