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Stolzer Fuhrpark: Dank gebündelter Kräfte haben drei Unternehmer aus den Landkreisen Freising und Erding 30 neue Busse an Land gezogen.

Neustart mit 30 zusätzlichen Bussen

Freisinger Busunternehmen bündeln ihre Kräfte

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Freising/Erding – Die Busunternehmen Hadersdorfer aus Moosburg und Boos aus Allershausen haben sich zusammengeschlossen und eine Erdinger Firma mit an Bord geholt. So will man wettbewerbsfähig bleiben – mit Erfolg. Die GmbH startet mit 30 neuen Bussen in die Fahrplansaison.

Die Buslinie 619 pendelt zwischen Freising und Hohenkammer. Der Weg der regionalen Linie aber führt über Europa. Denn wenn sich ortsansässige Unternehmen um den Betrieb solcher Nahverkehrsverbindungen bewerben, dann treten sie gegen große Mitspieler an. Die Ausschreibungen müssen mittlerweile europaweit erfolgen. Aus diesem Grund haben sich drei Mittelständler aus der Region zur Bayernbus GmbH zusammengeschlossen. Die Gesellschafter sind Scharf Reisen aus Tittenkofen, Hadersdorfer Reisen aus Moosburg und Boos Bus aus Allershausen. Der Sitz von Bayernbus ist in Tittenkofen. Dank der gebündelten Kräfte hat die GmbH nun den Zuschlag für 30 neue Busse erhalten.

Die Lose für die Ausschreibung haben bis zu zwölf Busse pro Linie beinhaltet. Jedoch wurden zeitgleich in de Landkreisen Erding und Freising Aufträge für über 80 Busse neu vergeben, berichtet Geschäftsführer Andreas Scharf. „Wenn wir uns als mittelständische Firmen um solche Verkehre bewerben würden, dann hätten wir von der Bankseite her keine Chance“, erklärt er. Früher habe man als Busunternehmer gute Aussichten gehabt, bestehende Verträge fortzuführen, sagt Scharf. Doch seit dem Inkrafttreten einer neuen EU-Verordnung müsse grundsätzlich öffentlich ausgeschrieben werden. Ohne einen Zusammenschluss wie Bayernbus könne man da kaum bestehen.

„In unserer Branche ist es schwierig“, erläutert Scharf. Die Verträge würden acht bis zehn Jahre laufen. Das Angebot sei ein kalkulatorischer Wert. Reparaturen oder gar Unfälle könnten die Rechnung Jahr für Jahr durcheinanderwirbeln. Gemeinsam sei es nun möglich, Kompetenzen in Wartung und Reparatur zu bündeln - dringend notwendig, wenn ein elektronischer Tester für die Werkstatt mehrere zehntausend Euro kostet. Das Partnerunternehmen Hadersdorfer habe zum Beispiel eine eigene Lackiererei, Scharf Reisen nicht, erzählt Andreas Scharf. Auch der Fahrscheinverkauf in den Bussen sei ein solches Beispiel. „Alleine dafür brauchen wir einen Informatiker, der uns das alles programmiert“, sagt Andreas Scharf.

Die Bayernbus GmbH sei bereits 1999 gegründet worden, berichtet er. Bisher wurde die Linie 515 zwischen Hallbergmoos und Erding unter diesem Namen bedient. nun kommen 30 Bayernbus-Fahrzeuge in den Kreisen Erding und Freising dazu. Nach Angaben von Manuel Stieler, Mitarbeiter bei Boos Bus, sind neben dem 619er Bus auch die Linien 602 (Freising - Mainburg) und 680 (Moosburg - Thann) hinzugekommen. So sei auch eine Handvoll neuer Arbeitsplätze geschaffen worden, ergänzt Scharf. Einer der großen Konkurrenten, die Bahn-Tochter RVO, haben in der jüngsten Ausschreibung „einiges verloren“. Ein kleinerer Mitbewerber habe die Segel gestrichen.

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