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Clara Eglhuber und Elisabeth Fußeder hatten eigene Kompositionen beim „re:compose“-Wettbewerb eingereicht.

Freisinger Camerloher-Schüler bei Kompositionswettbewerben erfolgreich

„Schön, wenn man selbst etwas schaffen kann“

Der Kompositions-Wahlunterricht von Rodolphe Haimann am Camerloher-Gymnasium trägt mittlerweile beachtliche Früchte. Clara Eglhuber (Q11), Elisabeth Fußeder (Q12) und Johannes Wiedenhofer (7a) sicherten sich bei verschiedenen Wettbewerben beachtliche Preise.

Freising – Clara Eglhuber und Elisabeth Fußeder hatten eigene Kompositionen beim „re:compose“-Wettbewerb des Bayerischen Rundfunks eingereicht. Die Leitung des bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerbs hat der Komponist Minas Borboudakis. Die Jury war von den Werken der beiden Camerloher-Schülerinnen begeistert. Neben fünf Kompositionsstudenten der Musikhochschule München und Karlsruhe zählten sie zu den Siegern. Der Preis: Sie dürfen an einem Kompositionsworkshop des BR teilnehmen. „Bei diesem Workshop wird es darum gehen, aus drei bestehenden neuen Kompositionen, die das Bayerische Rundfunk Sinfonie Orchester erarbeitet, musikalische Stellen herauszufiltern, um aus diesen wiederum neue, eigenständige Kompositionen, eben ‚re:compose’, zu schaffen“, berichtet Elisabeth Fußeder.

Johannes Wiedenhofer (12) hat beim Landeswettbewerb Komposition einen ersten Preis bekommen.

Das Bayerische Rundfunk Sinfonie Orchester bringt die Kompositionen dann am 20. Juli, zur Aufführung. „Die Teilnahme an diesem Workshop ist für uns etwas Besonderes“, sagt Fußeder. Für sie sei es nicht ganz einfach, die Vorbereitungen dazu und das anstehende Abitur unter einen Hut zu bringen. „Aber mir ist das Komponieren schon sehr wichtig. Ich überlege derzeit auch, ob ich nach dem Abitur ein Musikstudium beginne.“

Clara Eglhuber hat darüber hinaus eine eigene Komposition beim Bundeswettbewerb Komposition eingereicht. Es gab aus ganz Deutschland rund 200 Einsendungen. Sie hat mit ihrem Bläserquintett „Szenen auf dem Rummelplatz“ einen der wenigen Förderpreise erhalten. „Ich habe das Stück für meine Freunde aus dem Bayerischen Landesjugendorechester geschrieben. Und den Verantwortlichen hat es sehr gut gefallen, sodass ich’s beim Bundeswettbewerb eingereicht habe“, verrät Clara Eglhuber.

Rund ein dreiviertel Jahr habe sie daran gearbeitet. Mit dem Preis verbunden ist ein Workshop in den Osterferien. „Darauf freue ich mich, da man mit renommierten Fachleuten zusammenarbeiten darf.“

Beruflich kann sich Clara Eglhuber das Komponieren noch nicht vorstellen: „Meine Leidenschaft gilt dem Cello. Mein Traum ist es, als Cellistin beruflich Fuß zu fassen.“

Der erst zwölfjährige Johannes Wiedenhofer hat beim Landeswettbewerb Komposition einen ersten Preis bekommen. Er reichte ein Stück für Klavier, Violoncello und Violine ein. In dem Trio höre man zwar Anklänge an Mozart, Bethoven und Schubert, erläutert Rodolphe Haimann, aber: „Es enthält trotzdem eine ganz eigene Note, die den Johannes Wiedenhofer erkennen lässt. Er zeigt für sein Alter ein beeindruckendes Verständnis für musikalische Abläufe.“

Johannes Wiedenhofer beschäftigt sich von klein an mit Musik. „Mir macht Musik sehr viel Spaß, gerade auch das Komponieren“, verrät er. „Es ist schön, wenn man selber etwas schaffen kann.“ Rodolphe Haimann ist sehr stolz auf seine drei Preisträger. Seine Kompositionsklasse trifft sich jeden Freitagnachmittag. „Komponieren kann man nicht so einfach lernen“, sagt Haimann. „Man muss viel anhören. Komponieren ist ein langwieriger Prozess.“

Wichtig sei, sagt Rodolphe Haimann weiter, dass sich die Schüler untereinander austauschen können und dass sie gegenseitig ihre Kompositionen vorstellen und kritisieren könnten. „Die sind untereinander viel kritischer als ich“, so Haimann, der seinen Jungkomponisten sehr viel zutraut.  sp

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