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Laufen verbindet: Unser Bild zeigt (hinten, v. l.) Peter Engelbrechtsmüller (Tourismusdirektor Waidhofen), Florian Eschenbacher, OB Tobias Eschenbacher, Thilo Kachel, Bürgermeister Werner Kramer, Andreas Voigt sowie (vorne, v. l.) Carla Korb, Eva Cestar und Alexandra Klein.

Städtepartnerschaft  

Freisinger Delegation in Waidhofen: Laufen für die Freundschaft

Seit 2006 pflegt Freising eine Städtepartnerschaft mit dem österreichischen Waidhofen an der Ybbs. Das Luther-Jahr und ein sportliches Großereignis waren jetzt der Anlass für den Besuch einer Freisinger Delegation in Österreich. Dabei gab es allerlei nette Begegnungen – und einen kleinen Eklat.

Waidhofen/Freising Seit über einem Jahrzehnt schon festigen gegenseitige Besuche die Freundschaft zwischen Freising und Waidhofen. 500 Jahre Reformation im Mostviertel sowie der 33. Stadtlauf der Kommune waren jetzt der Anlass für einen weiteren Ausflug in die Stadt, die bekanntlich einst zum Herrschaftsgebiet des Freisinger Bischofs gehörte.

Sportliches Oberhaupt: Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher repräsentierte seine Stadt beim Hauptlauf. Für einen Platz auf dem Podium reichte es allerdings nicht.

Ein kleiner Tross aus der Domstadt – in der Hauptsache sportlich orientierte Verwaltungsmitglieder sowie OB Tobias Eschenbacher – machte sich auf den Weg nach Österreich. Im historischen Schloss Rothschild gedachte man der ehemals protestantischen Vergangenheit. Im Beisein der örtlichen Prominenz und der stellvertretenden Landeshauptfrau wurde die Ausstellung „Gegen Papst und Kaiser – Reformation im Mostviertel“ eröffnet. Sie widmet sich unter anderem den Themen Zeitenwende und vorreformatorische Frömmigkeit. Seit November 2016 darf sich Waidhofen Reformationsstadt Europas nennen.

Wohl nicht wissend, dass der Freisinger OB unter den Ehrengästen weilte, betonte Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer bei ihrer Eröffnungsrede, dass man seinerzeit endlich die Freisinger mit ihren Abgabeforderungen losgeworden sei. Tobias Eschenbacher, auf den sich sofort alle Blicke richteten, war sichtlich überrascht. Bürgermeister Werner Kramer glättete jedoch sogleich die Wogen und hob das heute gute Verhältnis zwischen Waidhofen und Freising hervor.

Tags darauf tauschten Gemeinde und Partnerschaftsverein im Rahmen eines Empfangs im Rathaus Geschenke aus, bevor am Nachmittag der langersehnte Startschuss zum 33. Stadtlauf fiel. Bedauerlicherweise bei Regen. Zuvor hatten die Organisatoren und Helfer innerhalb von nur wenigen Stunden die komplette Innenstadt auf Vordermann gebracht und für den Lauf vorbereitet.

Ausstaffiert mit roten Trikots, die die Aufschrift „Stadtverwaltung Freising“ zierte, gingen die Domstädter an den Start und konnten sich zügig und sichtbar von den rund 1000 teilnehmenden Läufern absetzen. Angetreten waren neben OB Eschenbacher auch Alexandra Klein und Eva Cestar sowie Andreas Voigt und Florian Eschenbacher nebst Freundin Carla Korb. Der bereits im Vorfeld als Favorit gehandelte Thilo Kachel von der Feuerwehr Freising war aufgrund einer Muskelzerrung kurzfristig ausgefallen. Schlussendlich konnte lediglich Carla Korb eine Medaille für ihre Heimatstadt ergattern. Eva Cestar trat mit einem 400-Euro-Einkaufschein die Heimreise an.

Weniger reibungslos verlief hingegen der Auftakt bei der Jugend. Noah und Tim, die Söhne von Stadtwerkedirektor Andreas Voigt, waren an den Start gegangen. Doch Tim stolperte und wurde vom Waidhofener Nachwuchs übersprungen (Bild oben). „Aufstehen und weiter geht’s“ lautete allerdings Tims Devise – schließlich war der Sturz glimpflich ausgegangen.

Rainer Lehmann

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