Freisinger FDP-Jahreshauptversammlung

„Deutlich präsenter geworden“

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Die Situation der FDP in Freising sei „hoffnungsfroh“ und viel besser als noch vor ein paar Jahren. Das sagt Stadträtin Anna-Maria Sahlmüller. Sie muss es wissen, schließlich kennt sie die Historie der Stadt-FDP wie keine zweite. Am Mittwoch wurde sie im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Liberalen im Heurigen von dem alten und neuen Ortsvorsitzenden Jens Barschdorf für vier Jahrzehnte Treue zur FDP ausgezeichnet.

Für vier Jahrzehnte Mitgliedschaft bei der FDP zeichnete Jens Barschdorf Anna-Maria Sahlmüller aus.

Freising – Und nicht nur Sahlmüller war zufrieden mit dem Zustand der Freisinger FDP. Auch Barschdorf sieht „den nächsten zwei Jahren optimistisch entgegen“. 20 Mitglieder zählt der FDP-Ortsverband derzeit, bald werden es 21 sein, so Barschdorf, der vor zwei Jahren das Amt des Vorsitzenden übernommen hat. Drei von ihnen waren am Mittwoch gekommen, um Berichte zu hören und einen neuen, sechsköpfigen Vorstand zu wählen. Barschdorf sagte, die FDP sei in den vergangenen zwei Jahren in Freising „deutlich präsenter geworden“, habe nicht nur in Sachen Straßenausbaubeitragssatzung ein deutliches Zeichen gesetzt und die Innenstadtsanierung „sehr kritisch“ begleitet, was die Kostensteigerungen und das zu wenige Grün betreffe. Nein, auch zum Thema Abseits habe man sich klar positioniert. Die FDP habe grundsätzlich kein Problem, wenn die Stadt Gebäude kaufe, um „etwas zu entwickeln“, so Barschdorf.

Aber er habe es schwierig gefunden, wie der Kauf des Abseits abgewickelt worden sei. Dass die Stadt das Gebäude erwerbe, um es dann einem Privaten zu überlassen – in diesem Fall dem Abseits-Verein – das bedeute „einen Dammbruch“. Da könne man warten, bis sich die Freunde des Furtner organisieren und die Stadt auch da aus Gründen der Gleichbehandlung als Käufer einspringen müsse. Barschdorf betonte, trotz des Kaufs des Abseits-Areals dürfe es „keinen Automatismus“ geben, dass nun der Abseits-Verein das Haus auf Erbpacht bekomme.

Bei den Wahlen gab es ausnahmslos „Schulz-Ergebnisse“, wie es einer der Wahlhelfer ausdrückte. Jeweils mit 3:0 Stimmen wurden Jens Barschdorf (35 Jahre) zum Vorsitzenden, Anna-Maria Sahlmüller (73), Dirk Aggrey (53) und Martin Alberti (42) zu Stellvertretern sowie Sebastian Lanzinger und Burkhard Heckelbacher zu Beisitzern gewählt. Noch vor ihrer Ehrung hatte Sahlmüller kurz aus dem Stadtrat berichtet: Sie finde es „beunruhigend“, dass man nicht mehr darüber nach nachdenke, welche hohe Schulden man in den kommenden Jahren wohl machen werde. Auch deshalb habe sie in der nichtöffentlichen Abstimmung gegen den Kauf des Abseits votiert. „Die Stadt kann nicht alles bezahlen.“

Bedenklich habe sie es auch gefunden, dass in der Öffentlichkeit eine Kulisse aufgebaut worden sei, die die Stadt zum Kauf des Abseits ja fast „gezwungen“ habe. Über Blumen, Wein und Urkunde zur 40-jährigen Mitgliedschaft in der FDP konnte sich Sahlmüller trotzdem freuen.

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