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Die neue Pflasterung in der Altstadt (hier ein Archivbild des Musterbelags an der Unteren Hauptstraße) und alle anderen Maßnahmen werden den Stadtsäckel mächtig belasten. Die erste Kostenerhöhung wurde jetzt verkündet.

Kostenschraube dreht sich weiter

Freisinger Innenstadt: Erster Bauabschnitt wird zwölf Prozent teurer

Freising - Wenn es nach dem Planungsausschuss des Stadtrats geht, wird der erste Bauabschnitt zur Umgestaltung der Freisinger Innenstadt heuer im Sommer beginnen. Und der wird gleich mal um gut zwölf Prozent teurer: Statt geschätzter 1,220 kostet er nun 1,530 Millionen Euro.

Den Ausschussmitgliedern lag eine umfangreiche Stellungnahme seitens des Stadtplanungsamts vor, in der der erste Bauabschnitt detailliert dargestellt wurde. Dieser erste Teil besteht im Wesentlichen aus der Heiliggeistgasse und der Unteren Domberggasse – mit der Brücke über die Stadtmoosach. Die Fläche beider Straßenzüge ist 1787 Quadratmeter groß und wird den Plänen zufolge niveaugleich und barrierefrei als verkehrsberuhigter Bereich ausgelegt. Sitzelemente und Fahrradständer sollen in regelmäßigen Abständen Einengungen bilden, um dem Verkehr zu signalisieren, hier mit der Geschwindigkeit runterzugehen. 

Und ein bisschen Historie muss auch sein: Das „Isartor“ wird entsprechend der tatsächlichen Lage als „historische Spur“ in schwarzem Naturstein mit gebrochener Oberfläche nachgebildet. Der Schriftzug „Isartor“ wird in den Belag eingefräst. Die derzeitige Bushaltestelle an der früheren Knabenschule (Christopher-Paudiß-Platz) wird ein wenig in Richtung Süden verlegt und mit einem Wartehäuschen versehen. Dafür braucht es die Zustimmung der Heiliggeistspital-Stiftung. 

Die Moosachbrücke an der ehemaligen „Tischlermühle“ aus dem Jahr 1968 wird nicht mit dem Pflaster belegt, wie es im übrigen Straßenraum vorgesehen ist, sondern mit einem Asphaltbelag versehen. Zuschüsse für diese Ausbaustufe erhofft sich die Stadt Freising aus dem Topf für die Städtebauförderung – hier beträgt die maximale Förderung bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten. Mit weiteren 50 Prozent Zuschuss rechnet man im Freisinger Rathaus für den Bau des Buswartehäuschens und den damit einhergehenden Infrastrukturmaßnahmen. 

Und dann sind da noch die Anliegerbeiträge: Demnach wird, in Abstimmung mit dem Landratsamt, die Heiliggeistgasse wohl als Haupterschließungsstraße eingestuft. Das bedeutet, dass 45 Prozent der Ausbaukosten (ohne Möblierung) auf die Anlieger umgelegt werden.

Heinz Mettig

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