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Helmut Petz (62) will Freisings neuer Landrat werden. 

Bei Pressetermin offiziell vorgestellt

Die Freien Wähler haben einen Landratskandidaten: Ein Richter soll’s richten

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Der Landratskandidat der Freien Wähler für den Landkreis Freising steht fest. Die FW ziehen mit einem Richter in den Wahlkampf.

Freising – Er will Kompetenz und Kreativität vereinen, er will, dass die Verwaltung lösungsorientiert arbeitet und für die Bürger Ratgeber ist: Helmut Petz (62), den die Freien Wähler am Freitagnachmittag als ihren Landratskandidaten vorstellten. Sollte er den Chefsessel im Landratsamt erobern, würde Petz an alte Wirkungsstätte zurückkehren.

Helmut Petz ist ein bekennender Startbahngegner

Er wohnt in Feldmoching, fühlt sich aber dem Landkreis Freising sehr verbunden, ist hier auch familiär „verwurzelt“, wie Petz bei der Vorstellung betonte. Und deshalb ist Petz einer, der sich hier auskennt, der um die Probleme des Landkreises weiß und der auch ein „klares Nein zur dritten Startbahn“ formuliert. Für drei Jahre war Petz ab 1998 Leiter des Bauamtes im Landratsamt, damals noch unter Landrat Manfred Pointner, mit dem ihn eine enge Freundschaft verbindet. Und über diese Verbindung kam es auch, dass Petz jetzt der Hoffnungsträger der FW für den März 2020 ist. Der 62-Jährige hat eine beachtliche Karriere hingelegt: Nach seiner Tätigkeit im Bauamt des Landkreises, war er im Bayerischen Innenministerium und in der Staatskanzlei tätig, wurde dann zum Richter am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof ernannt. Seit 2008 ist er Richter am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Das sei „weder langweilig noch uninteressant“. Doch was ihn an seiner derzeitigen Betätigung störe, sei die Tatsache, dass er kaum Möglichkeiten für lösungsorientierte Ansätze habe.

Der FW-Landratskandidat: „Heimat ist kein Ort, sondern ein Gefühl“

Und genau das ist es, was ihn als Landrat reizen würde: im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten Kreativität entwickeln, um den Bürgern zu helfen. Man könne gestalten, man könne aus der Fülle der Möglichkeiten Lösungen herausfinden. Und das gelte dann auch für die Mitarbeiter, die „alle was können“. Inhaltlich sei ihm die Startbahn ein Anliegen: Er, der beim Bundesverwaltungsgericht nicht nur für Bau- und Raumordnungsrecht zuständig sei, sondern auch für das Recht des Anlegens und des Betriebs von Flugplätzen, bezeichnet den Bau der Startbahn im Moos als „politischen Unsinn“. Das Projekt, das auf einer „krassen Fehleinschätzung bei der der Bedarfsentwicklung“ basiere, müsse politisch gestoppt werden. Denn: Den enormen Belastungen, die zu einer „weiteren Überhitzung“ in der Region führen würden, stehe kein ausreichender Vorteil gegenüber. Eine dieser Belastungen kennt Petz genau: den Siedlungsdruck. Heimat sei zwar kein Ort, sondern ein Gefühl. Das aber entstehe an Orten, und die dürfe man „nicht verschandeln“. Kurz: Er habe den fachlichen Background und „große Lust“, an der Entwicklung des Landkreises mitzuarbeiten. Petz, inzwischen auch FW-Mitglied, habe der Anruf von Pointner „überrascht“, aber als auch seine Frau sagte, „das wäre doch schön“, war die Entscheidung gefallen. Und er habe, so betonte FW-MdL Benno Zierer, den uneingeschränkten Rückhalt der FW. Kein Wunder, hätten die Freien Wähler „lieber gar keinen Kandidaten aufgestellt als keinen guten“, so Zierer. Petz weiß auch, wie der Wahlkampf-Hase läuft: 2002 hat er für die Einigkeit in Hallbergmoos gegen Klaus Stallmeister kandidiert – und verloren. Damals war er von CSU und SPD unterstützt worden. Das dürfte in diesem Wahlkampf dann doch eher unwahrscheinlich sein.

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