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Letzter Blick auf das Gemeindezentrum: )Pfarrerin Dorothee Löser und die beiden Kirchenvorstände Roland Hausknecht (l.) und Martin Duthweiher nahmen Abschied von dem Gebäude, das bald abgerissen wird.

Abriss steht bevor

Freisinger nehmen Abschied vom Evangelischen Gemeindezentrum

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Es war kein normaler Sonntag für die evangelische Gemeinde in Freising. Sie nahm im Rahmen eines Gottesdienstes Abschied von ihrem Zentrum, das demnächst von einem Neubau ersetzt werden soll. Pfarrerin Christa Stegschuster fand bewegende Worte.

Die Pfarrerinnen Christa Stegschuster und Dorothee Löser blickten im Verlauf des Gottesdienstes auf die Geschichte der Gebäude zurück, die bekanntlich aufgrund von Hochwasserschäden einem neuen evangelischen Gemeindezentrum weichen müssen. Deshalb war der Tag gestern auch nicht nur ein Blick zurück. Nein, so Pfarrerin Stegschuster, man sei auch „voller Hoffnung und gespannt auf die Räume, die noch kommen“.

Ganz bewusst beging man also den Abschied von den Häusern, die fast schon zur Gänze ausgeräumt sind. Als Erstes nahmen gestern die Kinder Abschied – Abschied von ihrem Kindergottesdienstraum. Bis zur Fertigstellung des neuen Gemeindezentrums (geplant ist das für 2019) sind die jungen Evangelen in einem Raum in der Freisinger Bank untergebracht: Mit ihren Kerzen machten sich die Kinder denn auch gestern auf den Weg über die Straße.

Wehmut schwang bei zahlreichen Gläubigen mit, schließlich haben sie in diesen Räumen viel erlebt: „Wir erinnern uns an Wege, die wir gegangen sind, an Situationen, die wir erlebt haben, an Erfahrungen, die wir gesammelt haben“, sagte Stegschuster. Weil man also Schönes und Momente voller Glaubenskraft ebenso wie Schwieriges und schmerzliche Augenblicke mit den Gebäuden verbinde, bedeute der Abschied von den Mauern nun auch den Abschied von „einem Stück unseren Lebens“. Aber: „Wir schauen nach vorn.“

Bevor Gemeindehaus und Pfarramt, die von dem Hochwasser im Somer 2013 arg mitgenommen worden waren, abgerissen werden, konnten die Gläubigen noch einmal durchschlendern, ihren Erinnerungen nachhängen, Erfahrungen und Erlebnisse austauschen. Der rund 4,5 Millionen Euro teure Neubau, der geplant ist, wird nach den Entwürfen der Architekten Burian, Pfeiffer und Sandner (abp Architekten) realisiert.

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