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Die Medienscouts des Camerloher-Gymnasiums hatten die Möglichkeit, beim Bayerischen Rundfunk den Machern von „So geht Medien“ über die Schulter zu blicken.

Camerloher-Medienscouts

Freisinger Schüler „spicken“ bei den Fernsehprofis

Die Medienscouts des Camerloher-Gymnasiums lernten wieder mal etwas dazu - bei den Profis vom BR.

Freising– Das Prinzip von Medienscouts an Schulen ist einfach: Jugendliche bringen Jugendlichen etwas bei. Die Medienscouts des Camerloher-Gymnasiums hatten kürzlich die Möglichkeit, beim Bayerischen Rundfunk in München den Machern von „So geht Medien“ über die Schulter zu blicken und sich dabei fortzubilden.

„Wir erfuhren viel Wissenswertes über die Medienkompetenzprojekte beim BR“, erzählt Wiebke Klages, Medienscout am Camerloher-Gymnasium. Die beiden ehemaligen Camerloher-Schülerinnen Ida Steinmetzer und Julia Stockwald hatten im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres im Bereich Kultur des BR für die Medienscouts ein vielfältiges und informatives Programm zusammengestellt.

Handys in Kinderhänden - sehr problematisch

Zusammen mit den Lehrkräften Silke Hatzinger und Jens Reichel durften die Camerloher-Medienscouts beim Bayerischen Rundfunk nicht nur einen Blick hinter die Kulissen werfen, sondern sie lernten auch die Macher von „So geht Medien“ kennen. „Wir sehen euch als Botschafter“, sagte Johanna Rückert, Leiterin der Legitimationsprojekte beim BR. Die Medienscouts sollen die Aufklärung über Medien weitertragen und die Jugendlichen zu einem selbstbestimmten Umgang mit Medien befähigen, so die Zielsetzung.

In einem intensiven Gedankenaustausch berichteten die Scouts des Freisinger Gymnasiums über ihre bisherigen Erfahrungen. „Die Kinder haben in immer jüngeren Alter ein Handy und können in so jungen Jahren nicht richtig umgehen damit“, sagen die Schüler. „Wir möchten helfen, dass kein Schmarrn passiert.“

Die Camerloher-Scouts haben bereits in den achten Klassen Vorträge gehalten über die Schönheitsideale, die mit Photoshop geschaffen werden. In Workshops erhielten die Jugendlichen Einblicke über die effektive Funktionsweise von Algorithmen.

Ein erkenntnisreicher Tag

Die Schlussfolgerung für Wiebke Klages aus der 9c: „Online kann man aufgrund der Algorithmen der Einengung von Nachrichten kaum entkommen.“ Der Rat von Ida Steinmetzer und Julia Stockwald: „Eure Meinungsbildung sollte nicht nur über Online-Kanäle ablaufen.“ Viel Praktisches lernten die Schüler im Workshop, der sich mit Audio-Umfragen beschäftigte.

Mit professionellem Equipment ausgestattet ging es dann für die Scouter raus auf die Straßen und Plätze, um selber Umfragen zu machen. „Das war für uns ein RiesenSpaß“, so Wiebke Klages. „Insgesamt hatten wir einen tollen und erkenntnisreichen Tag beim Bayerischen Rundfunk.“ 

Interessant auch: Im Kreis Freising einzigartig: Camerloher Gymnasium stellt gebundene Ganztagsklassen vor 

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