Mobilitätskonzept der Freisinger SPD

Freisinger SPD will S-Bahn bis Moosburg

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Eine S-Bahn bis Moosburg fordert die SPD im Kreis Freising. Sinnvoll wäre auch eine „Hallbergmooser Kurve“.

Freising – Die Mobilität im Sinne einer Verkehrswende zum Einhalten der Klimaschutzziele – das ist eine der großen Herausforderungen, bei denen die Politik aktiv werden muss. Sagt zumindest der Kreisverband der SPD und hat deshalb ein Mobilitätskonzept für den Landkreis erarbeitet. Vor allem soll es umsetzbar sein und pragmatische Lösungen bieten, wie SPD-Kreischef Andreas Mehltretter bei der Vorstellung des Papiers betonte. Und: Weil die Kommunen allein gar nicht die finanziellen Möglichkeiten hätten, die Verkehrswende zu schaffen, müssten Bund und Freistaat die Maßnahmen stärker fördern.

Leitgedanken des SPD-Mobilitätskonzepts seien, so Mehltretter, eine umwelt- und klimafreundliche Mobilität, die Bus, Fahrrad und Schiene stärke, dann das Bewusstsein, dass der ÖPNV Daseinsvorsorge darstelle, um auch für Menschen, die nicht mehr Autofahren könnten, verlässliche Verbindungen zu ermöglichen, und eine Vernetzung mittels „multimodaler Verkehrsknotenpunkte“, an denen Buslinien, Bahn und Abstellanlagen für Fahrräder und Autos sowie Leihsysteme zusammenkommen.

Radl-Highways mit Bedacht anlegen

Beim Radverkehr, betont die Vize-Vorsitzende der Kreis-SPD, Alina Graf, liege ein Schwerpunkt des Konzepts auf Verbindungen innerhalb der Gemeinden. Ein anderer Schwerpunkt seien Radschnellwege, die allerdings, weil sie „millionenschwere Projekte“ darstellten und auch teilweise erhebliche Eingriffe in die Landschaft darstellten, „mit Bedacht“ angelegt werden müssten. Zusätzlich seien verbesserte Abstellanlagen und eine Ausweitung des Fahrradverleihs wichtige Maßnahmen.

Was den ÖPNV betreffe, liege das größte Potenzial in der Einrichtung von Express-Buslinien mit wenigen Haltestellen und ausreichend Parkplätzen und Autos, um so wirklich für die Ortschaften entlang der Linie attraktiv sein zu können, erläuterte Victor Weizenegger. Ein wichtiger Baustein zur Stärkung der Regionalbusse sei es, dass alle Haltestellen mindestens im 60-Minuten-Takt bedient werden müssten. Bei den Freisinger Stadtbussen, so schlägt es das Konzept vor, müsse der Takt mindestens 20 Minuten betragen, am Wochenende müsse ein Basisangebot gewährleistet sein, bei Shuttle-Bus-Verbindungen liege die Verantwortung grundsätzlich bei den Betreibern größerer Veranstaltungen.

Ziel: Alle Regionalzüge müssen halten!

Kreisrat Peter Warlimont erläuterte die wesentlichen Forderungen in Sachen Zugverkehr: Alle Züge sollten in Freising und alle Regionalzüge in Moosburg halten, so die Idealvorstellung. Zudem sei ein Ausbau der Kapazitäten der Bahnstrecke zwischen Freising und München dringend notwendig. Die SPD betrachtet eine Verlängerung der S1 bis Moosburg als sinnvoll, allerdings unter der Voraussetzung, dass das bestehende Regionalzüge-Angebot nicht ausgedünnt werde. Außerdem im Blick: Der Bau einer „Hallbergmooser Kurve“, der über die Neufahrner Kurve und die S 8-Trasse eine schnelle Verbindung zum Ostbahnhof ermögliche. Intensiv zu prüfen sei die Verlängerung der U6 nach Neufahrn – eventuell sogar bis Freising.

Um den völlig überlasteten P&R-Platz in Freising zu entlasten, regt die SPD zum einen ein deutlich verbessertes Busangebot an, fordert zum anderen die Prüfung, ob ein zusätzlicher S-Bahn-Haltepunkt im Bereich der Schlüterhallen errichtet werden könnte. Eine Prüfung, so Warlimont, sollte „schnellstmöglich“ erfolgen. Freilich, und dessen ist sich die SPD bewusst: Die Nutzung des Pkw werde für viele Bürger unverzichtbar bleiben. Doch auch auf diesem Sektor könne man mit mehr E-Tankstellen und durch die Erleichterung von Fahrgemeinschaften auf vielfältige Weise zur Verkehrswende beitragen.

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