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Noch lange in den Ohren geklungen haben dürfte die Darbietung des Freisinger Symphonieorchesters unter Leitung von Martin Keeser. fotos: Lehmann

Benefizkonzert

Freisinger Symphonieorchester: Klassische Ohrwürmer mit Ta-ta-ta-taa

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Große Wucht hat das Benefizkonzert des Freisinger Symphonieorchesters entfaltet. Vor allem ein Stück dürfte den Zuhörern noch lange nach dem Auftritt des Ensembles in den Ohren geklungen haben.

Freising – Hochromantik, Frühklassik und eines der Werke der Klassik schlechthin. Anders ausgedrückt: Das Freisinger Symphonieorchester spielte am Sonntag beim Benefizkonzert in Zusammenarbeit mit dem Rotary-Club Freising drei Kompositionen, die sowohl zwei Solisten als auch dem Orchester unter Leitung von Martin Keeser zum Ruhm gereichten.

Höhepunkt am frühen Abend in der Luitpoldhalle war Beethovens „Fünfte“. Ta-ta-ta-taaa! Es gibt diese „Ohrwürmer“ der Klassik, die man schon von Kindesbeinen an kennt: Mozarts „Kleine Nachtmusik“ gehört dazu, Beethovens „Neunte“ auch, und mit Sicherheit die „Schicksalssymphonie“, wie die 5. Symphonie Ludwig van Beethovens auch genannt wird.

Begeistert von dem Abend waren die Zuhörer in der Luitpoldhalle. Der Erlös wird vom Rotary Club Freising für wohltätige Zwecke verwendet.

Dieses in seiner Wucht mitreißende Werk erlebte am Sonntag eine exquisite Interpretation durch das Freisinger Symphonieorchester, das beim inzwischen achten Benefizkonzert seine ganz Pracht entfalten konnte. Denn gerade solche bombastischen Kompositionen sind geeignet, um einen Klangkörper in seiner ganzen Fülle zu präsentieren, um die Qualität und die Reinheit des Ensembles unter Beweis zu stellen.

Martin Keeser und das Symphonieorchester wurden allen Ansprüchen, die Beethovens weltbekannte Komposition stellt, jederzeit gerecht. Den Zuhörern in der Luitpoldhalle dürfte dieser Teil des Konzerts nach der Pause noch lange in den Ohren geklungen haben – und das im allerbesten Sinn des Wortes.

Vor der Pause waren es zwei junge Solisten, die das Publikum zu begeistern wussten: Leonhard Betz interpretierte das „Petit Concert“ für Gitarre und Orchester von Ferdinando Carulli (1770 bis 1841). Cool, aber voller Energie, technisch ausgereift, aber mit der gebotenen Emotion und Hingabe – so präsentierte sich der junge Gitarrenvirtuose, der derzeit die neunte Klasse des Camerloher-Gymnasiums besucht. Der lange und auch laute Applaus war der gerechte Lohn einer wahrlich großen Leistung, der die Zuschauer oft atemlos und gebannt lauschten.

Dieselbe Reaktion im Zuschauerraum löste Valerie Bulenda aus: Robert Schumanns (1810 bis 1856) Introduktion und Allegro appassionato Nr. 92 für Klavier und Orchester erfuhr durch die 17-jährige Schülerin des Hofmiller-Gymnasiums eine imponierende Interpretation auf sehr hohem Niveau. Sie zeigte am Sonntag, wieso sie schon so oft mit Preisen ausgezeichnet wurde und Mitglied des Bayerischen Landesjugendorchesters ist. 

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