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69 ehrenamtliche Helfer sind bei der Freisinger Tafel aktiv. Viele von ihnen sind zur Jahreshauptversammlung gekommen und lauschten den Worten von Peter Bach (stehend). 

Jahreshauptversammlung 

Freisinger Tafel: Tiefkühlzelle steht auf der Investitionsliste

Landkreis - Was die Freisinger Tafel leistet, ist enorm. Für viele Bedürftige im Landkreis ist sie existenziell. Um diese Aufgabe zu bewältigen, sind immer wieder größere Investitionen von Nöten. Eine solche steht auch heuer wieder an.

Zwei Ausgabestellen hat die Freisinger Tafel im Landkreis. Die Hauptstelle in der Kammergasse sowie eine Außenstelle in Allershausen. Insgesamt 98 Ausgabetage hatte man im Jahr 2016 zu verzeichnen, wobei die Außenstelle in Allershausen ab Mitte des Jahres aufgrund des großen Andrangs einen zusätzlichen Öffnungstag angeboten hat. An diesen 98 Tagen gingen laut der Statistik, die Bach erstellt hatte, insgesamt 169 500 Kilogramm Lebensmittel über die Theken. Diese Mengen bekommt die Tafel von Supermärkten, regionalen Geschäften und Speditionen. Nicht zu vergessen die Unterstützung von Pfarreien, Schulen und Kindergärten des Landkreises und die etwa 20 000 Kilogramm Kartoffeln von Landwirten und der Landesanstalt für Landwirtschaft. „Das ist wirklich eine satte Leistung, ohne diese Spenden könnten wir unsere Kunden nicht versorgen“, sagte Peter Bach.

Und es sind nicht gerade wenig Menschen, die auf die Freisinger Tafel angewiesen sind. Zwischen 200 und 300 kamen im vergangenen Jahr wöchentlich an die Freisinger Ausgabestelle. Deren Angehörige dazu genommen, versorgt die Tafel derzeit etwa 600 bis 700 Menschen in der Stadt Freising. Dazu kommen die Kunden der Ausgabestelle Allershausen. Rechnet man alle registrierten Kundenbesuche aus dem vergangenen Jahr zusammen, sind das sage und schreibe rund 15 700.

Um das zu schaffen, braucht es viele fleißige Helfer. Davon hat die Tafel derzeit 69, die sich Aufgaben wie das Abholen und Verpacken der Lebensmittel bis hin zur Ausgabe an die Kunden aufteilen. Aber die Arbeit wird nicht weniger, ganz im Gegenteil. Mit der steigenden Zahl an Asylbewerbern hat sich auch der Kundenstamm der Tafel ausgeweitet. Dazu kommt, dass auch die Helfer nicht jünger werden. Deshalb ist man nun aktiv auf der Suche nach engagierten Menschen, die sich einbringen wollen (Bericht folgt).

Die Lagerung und Verteilung von dieser Menge an Lebensmitteln ist logistisch ein großer Aufwand. Aus diesem Grund hat man sich im vergangenen Jahr ein zweites Kühlfahrzeug angeschafft. Schließlich muss die Ware in einwandfreiem Zustand geliefert werden. Das Fahrzeug wurde bewusst bei einem lokalen Händler gekauft, eben weil man so viel Unterstützung aus der Region erfährt. Für heuer steht wieder eine notwendige Investition an: eine eigene Tiefkühlzelle in der Kammergasse. Etwa 17 000 Euro wird die den Verein kosten. Derzeit nutzt man eine Kühlung in Weihenstephan. Das bedeutet zusätzlichen Arbeitsaufwand und mehr Fahrten. Außerdem muss man die Kühlung immer wieder zeitweilig räumen. „Letztes Jahr haben wir deswegen 800 Pizzen nach Landshut verschenkt“, sagte Peter Bach. Das soll sich nun ändern. Die Versammlung gab für die Kühlzelle grünes Licht, wenn auch die Stadt als Vermieter den Einbau genehmigt, soll er bis zum Sommer abgeschlossen sein. „Das wird unseren Ablauf sehr erleichtern“, versprach Bach.

Weitere Informationen

Mehr Infos über die Freisinger Tafel gibt’s auf der neuen Webseite unter www.freisinger-tafel.eu.

Claudia Bauer

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