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Außergewöhnliches Musikerlebnis: Im Marstall des Landratsamts gab die Musikschule Ampertal ein Konzert der Zauberharfenfeen.

Gelungene Premiere rund ums Landratsamt

Freisinger Tag der Musik war eine Wucht

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Das war eine Top-Premiere: Der Tag der Musik rund ums Landratsamt ließ keine Wünsche offen. Was es da nicht alles zu hören gab!

Freising Hier brüten an den Wochentagen täglich viele Frauen und Männer über Akten und Papieren, hier fallen wichtige politische Entscheidungen. Doch am Samstag war das Landratsamt einmal keine Behörde, sondern mutierte zum Mekka des Musiklebens im Landkreis: Beim „Tag der Musik“ wurden die Gebäude zu Musentempeln. Und auf den Freiflächen rund um das ehemalige Kloster Neustift waren Schattenplätze bevorzugt. Was da am Samstag alles an Ensembles, Orchestern und Chören auf das Gelände pilgerte, dürfte schon einige Tonnen an Instrumenten und Zubehör geschleppt haben. Denn Leerläufe oder Pausen, in denen einmal nichts geboten war, gab es an jenem Samstag nicht.

Luz amoi-Auftritt war ein Höhepunkt

Singen und Spielen, Tanz und Trommel, Quiz und Ausstellung – allüberall auf dem Areal war ständig etwas geboten, konnte man nicht nur zuhören (vor allem auf der Bühne im Garten zwischen Alt- und Neubau), sondern auch mitmachen und ausprobieren. Ganz vorne mit dabei: die Musikschulen aus dem Landkreis, die ihre Orchester und Ensembles entsendet hatten, um das Volk zu erfreuen. Und sie hatten auch einige ihrer Lehrer ins Landratsamt geschickt, um dem Publikum und den Interessierten bei Workshops Gesang, Body-Percussion, „Trommelfeuer“, Tischharfe und Volksharfe näherzubringen. Vielleicht war das ja der Startschuss für die ein oder andere Profi-Musikerkarriere, wie sie die Mitglieder von Luz amoi eingeschlagen habe. Deren Auftritt war sicherlich einer der Höhepunkte des Tages, war die Gruppe doch gekommen, um gemeinsam mit dem Nachwuchs (und den Erwachsenen) traditionelle und bayerische Kinderlieder zu singen.

Chöre, die begeistern

Aber es ging auch international zu beim „Tag der Musik“: Vom Chor der Grundschule Hörgertshausen über den türkischen Chor Gülnihal bis hin zu irischem Folkrock von Ceilidh und gemeinsamem irischen Tanz mit einem Caller reichte die Palette. Dazu noch der idyllisch im Brunnenhof des Altbaus gelegene „Trau dich!-Corner“, wo Poetry Slammer Philipp Potthast unentdeckte Talente animierte und bei ihrem Auftritt betreute.

Fazit: Den richtigen Ton getroffen 

Ach ja: Zum Abschluss wurde auch noch die Pfarrkirche St. Peter und Paul einbezogen, wo ein Orgelkonzert mit Professor Peter Wittrich die Zuhörer in das kühle Gotteshaus lockte. Angesichts dessen, dass sich trotz tropischer Temperaturen viele Menschen das musikalische Angebot partout nicht entgehen lassen wollten, darf das Landratsamt mit Fug und Recht behaupten, den richtigen Ton getroffen zu haben. Immerhin, so hatte Landrat Josef Hauner bei der Eröffnung gesagt, sei man ja seit Kurzem zertifizierte Bildungsregion, wolle in jedem Jahr einen neuen kulturellen Schwerpunkt setzen: Heuer war es eben die Musik. Musik zum Zuhörern, zum Mitmachen, zum Ausprobieren.

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