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Großer Bahnhof für Jubilar Rudolf Schindler: Enkelin Katharina Schin dler, Bürgermeister Dieter Werner, Sohn Rudolf Schindler und Ehefrau Sofie Schindler (v. l.).

Das Freisinger Tagblatt gratuliert

Zwei Karrieren – und Glück in der Liebe

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Drei Dinge haben das Leben von Rudolf Schindler in die richtige Richtung gedreht: Schon in jungen Jahren hat er die Liebe seines Lebens kennengelernt. Er führte mit Fleiß und Können die eigene Firma zum Erfolg. Und er setzte sich über Jahrzehnte für die Gemeinschaft ein – an der Spitze der Feuerwehr. Am Freitag feierte der Marzlinger jetzt seinen 90. Geburtstag – in beneidenswert guter Verfassung.

Marzling– Als Rudolf Schindler 1942 als 14-Jähriger seine Elektroinstallateur-Lehre bei der Marzlinger Firma Lemberger begann, tobte der zweite Weltkrieg. Schon ein Jahr später war’s soweit: Rudolf wurde zur Luftwaffe beordert und landete, nach kurzer Schießausbildung, bei der Flugabwehr. Kurz vor Kriegsende war für den jungen Mann der Krieg vorbei.

Daheim, in Marzling, machte Rudolf Schindler seine Gesellenprüfung – und fand in der Firma auch sein privates Glück. Er heirate 1952 die älteste Tochter des Firmenbesitzers, Sofie Lemberger, und übernahm nach der Meisterprüfung anno 1960 das Unternehmen, aus dem die Schindler GmbH wurde. Nachwuchs ließ nicht lange auf sich warten: 1954 erblickte Stammhalter Rudolf das Licht der Welt. Er hat inzwischen längst die Firma übernommen. Tochter Irene kam 1957 zur Welt. Die Enkeltochter und die drei Enkelsöhne machten das Glück perfekt.

Da hatte Rudolf Schindler schon seine zweite Karriere gestartet – bei der Marzlinger Feuerwehr. Ein Brand beim Nachbarn und der dortige eindrucksvolle Einsatz der Feuerwehr hatten nach Kriegsende den damals erst 17-Jährigen Rudolf Schindler davon überzeugt: „Das ist eine gute Sache. Da musst Du dabei sein und mithelfen“. Eine Entscheidung, die sein Leben prägte. Rudolf Schindler wurde erster Kommandant der Marzlinger Wehr, ein Posten, den er zwölf Jahre innehatte, ehe er 1974 zum Kreisbrandmeister und später zum Kreisbrandinspektor ernannt wurde. Die herausragenden Kenntnisse und Fähigkeiten wurden so hoch geschätzt, dass Rudolf Schindler viele Jahre lang auch als Schiedsrichter bei Leistungsprüfungen eingesetzt wurde. „Da war ich ziemlich viel unterwegs“, erinnert sich der Jubilar.

Rudolf Schindler zählte 1953 auch zu den Gründungsmitgliedern des Marzlinger Gesangsvereins. Lange Jahre war er auch ein aktives Mitglied des Kriegervereins.

Heute lässt es Rudolf Schindler zusammen mit seiner Frau Sofie etwas ruhiger angehen. Er gartelt ein wenig, wobei jeder Tag mit der ausführlichen Lektüre des Freisinger Tagblatts beginnt. Ein wenig bedauert es der Jubilar schon, dass es nicht mehr viele in seinem Alter zum Ratschen gibt – aber so sei das halt, wenn man Neunzigsten feiern kann. Auf den Runden wurde am Freitag im Kreis der Familie angestoßen. 

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