Spendenaktion des Freisinger Tagblatts startet

Freisinger helfen „Menschen in Not“ im Landkreis

  • Helmut Hobmaier
    vonHelmut Hobmaier
    schließen

Ab sofort startet wieder die Spendenaktion des Freisinger Tagblatts: „Menschen in Not“ zu helfen ist jetzt wichtiger denn je.

Das Logo des Freisinger Vereins „Menschen in Not“

Landkreis – Arbeitslosigkeit, Krankheit, Gewaltdelikte: Schicksalsschläge treffen die Menschen meist ohne Voranmeldung. Sehr schnell zieht es einem den Boden unter den Füßen weg: Materielle und seelische Not sind die Folgen – und staatliche Hilfen schnell erschöpft. Hier setzt die Aktion „Menschen in Not“ des Freisinger Tagblatts an, das ab heute wieder seine Leserinnen und Leser um Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis Freising bittet. Und das ist wichtiger denn je.

Materielle und psychische Not

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hat sich die Lage für viele im Landkreis dramatisch verschlechtert. Sie haben ihren Job verloren oder müssen ihr Leben von Kurzarbeitergeld fristen. Daneben setzt die Dauerkrise den Menschen auch seelisch zu. „Viele gehen jetzt gerade psychisch so richtig in den Keller“, berichtet etwa Beate Drobniak vom Diakonischen Werk Freising. Beratungsstellen seien überlastet, finanzielle Hilfen oft ausgeschöpft.

Mit den Spenden seiner Leser möchte das Tagblatt daher in diesem schwierigen Winter unbürokratisch helfen, wo besondere Notlagen entstanden sind. Die Heimatzeitung berichtet anhand von anonymisierten, aber authentischen Fallbeispielen, warum es so wichtig ist, jetzt mit einer Spende zu helfen. Das Geld wird zunächst auf dem bekannten Konto 190 bei der Sparkasse gesammelt und kommt dann über eine Reihe caritativer Einrichtungen, Vereine oder Selbsthilfegruppen ohne einen Euro Abzug direkt zu den Betroffenen. Warum ist es so wichtig, zu helfen? Einige Beispiele:

Deshalb ist es so wichtig, zu helfen

■  Eine Mutter dreier Kinder ist unheilbar erkrankt. Bis zu ihrem Tod werden sie und ihre Familie vom Hospizverein liebevoll betreut – was ohne Spenden nicht möglich wäre.

■  Ein 72-Jähriger leidet an schweren Depressionen. Einziger Lichtblick wird der Besuch der Tagespflege der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Nachdem die wegen Corona geschlossen werden muss, fällt der Mann in ein tiefes Loch. Durch Besuche eines AWO-Betreuers wird der 72-Jährige wieder aufgefangen. Auch das ist aber nur durch Spenden möglich.

■   Eine Kinderpflegerin erleidet einen massiven Herzinfarkt, und in der Folge einen Hirnschaden. Der Ehemann als pflegender Angehöriger findet bei der Betreuung seiner Frau Unterstützung beim Freisinger Verein Phoenix. Hier gibt es bei Treffen Austausch mit anderen Betroffenen – ein kleiner, aber extrem wichtiger Lichtblick. Auch Phoenix ist aber auf Spenden angewiesen.

■  Arbeitslosigkeit oder schwere Krankheiten bedeuten für viele Familien materielle Not. Oft leiden darunter vor allem die Kinder. So bleiben einer Freisinger Familie nur noch 165 Euro zum Leben. Nun soll der Strom abgeschaltet werden. Den Hilferuf hört der Kinderschutzbund – der ebenfalls durch Spenden der Aktion „Menschen in Not“ unterstützt wird.

■  Eine 86-Jährige lässt einen angeblichen Mitarbeiter des Gesundheitsamts in die Wohnung. Doch der Betrüger entwendet Schmuck, einen vierstelligen Euro-Betrag und verletzt die Seniorin auch noch erheblich. Die betagte Dame ist völlig am Ende ihrer Kräfte. Der Weiße Ring, unterstützt durch die FT-Leserspenden, hilft der traumatisierten Seniorin, bis sie wieder neuen Lebensmut fasst.

■  Eine Mutter von vier kleinen Kindern lebt in einer städtischen Notunterkunft. Das Leben ist extrem entbehrungsreich. Dann geht auch noch die Waschmaschine kaputt. Die Beratungsstelle Donum Vitae kann hier helfen – dank Spenden der FT-Leser.

Jeder Euro bleibt im Landkreis Freising

Von ähnlichen Notfällen berichten auch die Wärmestube, die Caritas, das BRK und weitere Einrichtungen und Hilfsangebote. Dringend Unterstützt werden müssen auch das Kinderheim St. Klara, Einrichtungen der Lebenshilfe, Selbsthilfegruppen und Nachbarschaftshilfen. Soeben hat das Freisinger Tagblatt den Verein „Menschen in Not“ gegründet, dessen Zweck die ehrenamtliche Abwicklung der Spendenaktion ist – eine stabile Basis. Wer spendet, kann sicher sein: Jeder Euro bleibt im Landkreis Freising und kommt Menschen zugute, die das Geld wirklich brauchen.

Das Spendenkonto von „Menschen in Not“

Wichtig: Gespendet werden kann ab sofort auf das Konto 190 bei der Sparkasse Freising. Oder via IBAN DE57 7005 1003 0000 0001 90. Kennwort: „Menschen in Not“.

Rubriklistenbild: © Peter Wöhr

Auch interessant

Kommentare