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Geteiltes Leid, doppelter Spaß: Wie Tina Sluka wird auch Ekrem Celik (48) von „Verstehen Sie Spaß“ verladen. Sein Fazit: „War lustig!

Freisingerin wird Opfer von „Verstehen sie Spass“

Taxifahrerin steuert in Fernsehfalle

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„Verstehen Sie Spaß“ zählte in der Jugend zu den Lieblingssendungen von Tina Sluka. Nie hätte die Taxi-Fahrerin (46) aus Freising daran gedacht, dass sie selbst mal Teil der TV-Show werden könnte. Jetzt geriet sie vor einem Millionen-Publikum mit Topmodel Lena Gercke aneinander.

Freising – Tina Sluka ist schon fast im Feierabend, als die Falle zuschnappt. Kurz vor Schichtende steht die 46-Jährige an zweiter Position in der Schlange der wartenden Taxifahrer vor dem Freisinger Bahnhof. „Ich habe mir gedacht, eine Fahrt schaffe ich noch“, berichtet sie. Ein Mann bittet sie, ihn nach München zu bringen. Vorher müsse er aber noch etwas aus seiner Wohnung am Mittleren Graben holen. Tina Sluka denkt sich nichts Schlimmes – und steuert mittenhinein in eine Fernseh-Gaudi, der voll auf ihre Kosten geht. Denn was die Freisingerin nicht ahnt: Ihr Kunde wurde von der bekannten ARD-Sendung „Verstehen Sie Spaß“ angeheuert.

„Ihr seid ja so gemein“: Tina Sluka erfährt gerade, dass sie Lena Gercke (mit Hut) und ihrem TV-Team auf den Leim gegangen ist.

Am Mittleren Graben gerät Tina Sluka in eine Szene, die am vergangenen Samstag ein Millionenpublikum vor den Bildschirmen zum Lachen gebracht hat. Mit dabei: Topmodel Lena Gercke. Die hält, verkleidet mit Hut und Brille, ihren schwarzen BMW in der engen Gasse an, weil vor ihr Fußbälle über die hohe Mauer fliegen, die ein ebenfalls zum TV-Team gehörender Bub vom Amtsgerichtsgarten auf die Straße bolzt. Lena will die Bälle zurückbefördern, gibt sich dabei aber alle Mühe, an der Mauer zu scheitern. Egal ob mit Kopf, Händen oder Füßen – sie stellt sich so ungeschickt an, dass die Bälle immer wieder zurückprallen: „Ist aber auch blöd hoch, die Wand.“ Die Folge: Tina Sluka steht im Stau – wie andere Taxler auch, die vor und nach ihr in den Mittleren Graben gelockt werden. Und ihr falscher Kunde macht Druck.

„Mir ist das alles nicht komisch vorgekommen, weil ich schon so viele außergewöhnliche Fahrten hatte“, berichtet Tina Sluka dem FT. In ihren achteinhalb Jahren im Job hat sie schonmal nichts weiter als Urnen durch Freising kutschiert. Ein anderer Kunde hat ihr mal einen Einkaufszettel in die Hand gedrückt und sie damit losgeschickt. „Ich bin offen für Sonderwünsche. Für mich ist der Kunde König.“

Deshalb versteht sie auch keinen Spaß, als für sie nichts mehr vorwärts und rückwärts geht. „Ich bin Taxifahrerin mit Leib und Seele“, sagt Tina Sluka dem FT. „Wenn etwas im Weg ist, muss es weg.“ Also sehen die Fernsehzuschauer, wie sie aus dem Taxi stürmt. „Wenn Sie jetzt nicht sofort einsteigen, ist was los“, blafft sie Lena Gercke an, ehe sie sich den Ball krallt und selbst über die Mauer wirft. Als noch mehr Bälle zurückkommen, will die 46-Jährige die Polizei rufen. Erst da klärt sie das TV-Team darüber auf, dass sie gerade Opfer von „Verstehen Sie Spaß“ geworden ist. „Ihr seid ja so gemein“, sagt sie und ist doch unendlich erleichtert.

Eine Woche später wird die Sendung ausgestrahlt. Bis dahin hat Tina Sluka schlaflose Nächte. „Mir war das ultrapeinlich. Ich bin ja von vorne bis hinten verarscht worden.“ Und freilich ist sie in Sorge über das Bild, das sie im Fernsehen abgibt. „Ich wurde gefilmt, wie ich auf 180 war, dabei bin ich eigentlich eine ganz Nette“ Inzwischen aber kann sie über den Streich lachen. „Grundsätzlich mache ich jeden Blödsinn mit, und es hat ja auch nicht wehgetan.“ Dass die Show, die früher zu ihren Lieblingssendungen gezählt hat, immer noch viele Zuschauer hat, bekommt sie tagtäglich mit. „Seither werde ich ständig mit den Worten ,Hallo Fernsehstar’ begrüßt.“

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