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Die geschäftsführende City-Managerin Julia Bönig verliert zwei alte Hasen des Aktive-City-Vereins: Vorsitzenden Max-Josef Kirchmaier (M.) und Michael J. Fuchs, neben Maria Lintl und OB Tobias Eschenbacher einer der drei Stellvertreter. 

Freisings Aktive-City-Chef Max Kirchmaier kandidiert nicht mehr

Der Steuermann geht von Bord

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Bei der Aktiven City Freising e. V. (ACF) geht der Chef von Bord: Vorsitzender Max-Josef Kirchmaier (62) – Erfinder und Motor des modernen Freisinger City-Managements – wird bei der Mitgliederversammlung am 3. Mai nicht mehr kandidieren. Der Grund: Arbeitsüberlastung.

Freising– „Die Aktive City ist mein Kind, mein Baby“, sagt Kirchmaier“. Er habe den Verein, dessen Gründungsvorsitzender er vor vier Jahren wurde, „gehätschelt und geschaukelt, und schließlich zum Laufen gebracht.“ Jetzt aber sei es an der Zeit, sich auch wieder verstärkt um seine Werbeagentur Masell zu kümmern. „Ich schaffe das einfach zeitlich nicht mehr“, sagt Kirchmaier. Und noch einer hört auf: Michael J. Fuchs, einer von drei Stellvertretern.

Zu dem ehrenamtlichen Job als Vorsitzender sei er 2014 „wie die Jungfrau zum Kind“ gekommen. Damals wurde in einem aufwändigen Prozess die Innenstadtkonzeption erstellt und als eine der 23 Einzelmaßnahmen auch die Gründung eines professionellen City-Managements beschlossen. Kirchmaier, nach eigener Aussage „ein Innenstadtler mit Leib und Seele“, wurde Vorsitzender und startete mit 18 Mitgliedern. „Eine Mammutaufgabe“, wie er rasch feststellte.

Der Zeitpunkt der Vereinsgründung fiel zusammen mit dem Startschuss für ein Riesenprojekt: Den kompletten Umbau der Innenstadt. Hier galt es zu vermitteln, etwa zwischen Anliegern und Stadtverwaltung. Die Aktive City sollte auch für mehr Transparenz beim Umbau der Stadt sorgen – und gleichzeitig das Profil der Stadt schärfen sowie die Marke „Innenstadt Freising“ kreieren.

In all diesen Segmenten habe man in den zurückliegenden vier Jahren riesige Fortschritte gemacht, bilanziert Kirchmaier. „Die Aktive City steht auf soliden Füßen“. Die inzwischen 115 Mitgliedern bildeten vorzüglich die Innenstadt ab – von der Arztpraxis über das mittelständische Geschäft bis hin zum Immobilienbesitzer. Als Aktive City stehe man bereits besser da als vergleichbare Initiativen, etwa in Landshut.

Aber: „Die Konkurrenz schläft nicht“, weiß Kirchmaier. „Wir müssen dem Online-Handel Paroli bieten, aber auch Städte wie Pfaffenhofen oder Erding sind nicht zu unterschätzen“. Kirchmaier wirbt daher um Verständnis für den Innenstadt-Umbau. „Das ist jetzt nicht schön“, sagt der ACF-Chef, „aber man bekommt etwas dafür: eine wunderschöne Innenstadt, in der wir auch noch in den nächsten 40 bis 50 Jahren gute Geschäfte machen können. Freising – die älteste Stadt Bayerns mit den jüngsten Einwohnern. Das ist doch ein Pfund, mit dem man wuchern kann!“.

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