Aktiv im Passivhaus: Die Mädchen und Buben sangen zur Eröffnung ein Lied über den Einzug ins neue Haus. Dort drinnen gibt's natürlich nicht nur Platz für vier Kinder, wie hier bei dem gemalten Exemplar – sondern für 165. Foto: Gleixner

Freisings größtes Kinderhaus

Freising - Es ist zwar ein energiesparendes Passivhaus, aber seine Bewohner sind voller Energie und gar nicht passiv. Die Rede ist vom „Familienzentrum im Steinpark“. Am Donnerstag wurde es offiziell eröffnet.

Es ist nicht einfach eine Kindertagesstätte. Nein. Das Kinderhaus im Steinpark ist ein „Integratives Familienzentrum“. Das sagt die Lebenshilfe Freising, die die Trägerschaft für die Einrichtung übernommen hat. Am Donnerstag war große Einweihungsfeier für das 5,8 Millionen Euro teure Projekt. Und glaubt man Architekt Jan Bohnert, dann ist es eigentlich sogar ein ganzes „Kinderdorf“.

Im Mai 2012 gab's den ersten Spatenstich, ein Jahr später das Richtfest, im September erfolgte die Inbetriebnahme. Und nun wurde es offiziell eingeweiht, das Gebäude, in dem 165 Kinder Platz finden - in jeweils drei Krippen- und Kindergartengruppen sowie in zwei Hortgruppen. In fünf Baukörpern angeordnet, mit der sogenannten „Piazza“ in der Mitte, gibt es jetzt also Bildungs- und Erziehungsangebote, damit ein jedes Kind im Rahmen seiner Möglichkeiten mit anderen Kindern aufwachsen und soziales Miteinander erleben könne. So beschreibt es das Konzept der Lebenshilfe.

Dass die Kinder zur Eröffnung sangen, tanzten und Gedichte aufsagten, gehört zum Programm einer solchen Eröffnung. Genauso wie die Schlüsselübergabe des Architekten an OB Tobias Eschenbacher, der den Schlüssel allerdings sogleich an die Leiterin der Einrichtung, Gertraud Aigner, weitergab. Nicht unbedingt zu erwarten waren hingegen die Alphornbläser von 3klang.

Das „Familienzentrum im Steinpark“ ist jetzt das größte Kinderhaus in Freising, konnte OB Eschenbacher beim Festakt konstatieren. Und das nicht erst, seitdem man im Mai 2012 aufgrund neuer Erhebungen ganz kurzfristig beschlossen hatte, das Hortgebäude um eine Etage für eine zweite Hortgruppe aufzustocken. Dass es zum Einzugstermin im September 2013 noch eine „Baustellensituation“ gab, interpretierte der Oberbürgermeister so: „Das war die Action, die die Kinder vielleicht brauchen.“

Monika Haslberger, die Vorsitzende der Lebenshilfe, würdigte das Gebäude: „Viel Raum für gemeinsame Aktivitäten, aber auch Rückzugsmöglichkeiten“, gebe es hier. Und dass man trotz Fachkräftemangel alle Stellen im neuen Familienzentrum besetzen konnte, freute Haslberger besonders.

Bohnert beschrieb das architektonische Konzept des Projekts mit „Einblicke, Ausblicke, Durchblicke“ und hob besonders die Holzbauweise mit der Lärchenholzschalung außen hervor. Ein Passivhaus eben. Aber wirklich nur baulich. (zz)

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