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Fertig asphaltiert ist die A 92 zwischen Moosburg und Freising bereits. Jetzt werden noch bis Ende November die Betonschutzwände in der Mitte fertiggestellt, weshalb man den Verkehr in beiden Fahrtrichtungen nach außen verlegt hat.

Finale beim Mega-Projekt Sanierung 

Freisings Pendler bekommen eine neue A92 

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Neun Monate Leidenszeit gehen für Freisings Pendler zu Ende: Die Sanierung der A92 ist in wenigen Wochen abgeschlossen. 

Freising Alles exakt im Zeitplan: Bei der Sanierung der A92 im Landkreis Freising legt die Autobahndirektion Südbayern heuer eine Punktlandung hin. Ende November heißt es nach neun Monaten Bauzeit endlich wieder „freie Fahrt“ ohne Tempo-60-Limit. Und das quasi auf einer neuen Autobahn. „Wir liegen genau im Zeitplan“, freut sich Josef Seebacher, Pressesprecher der Autobahndirektion. Sieben Tage die Woche wurde gearbeitet, 24 Stunden täglich. Der Asphalt sei aufgebracht, die Anschlussstellen freigegeben: „Jetzt kann nichts mehr passieren.“

Das Finale

Die Autofahrer brauchen nur noch ein paar Wochen Geduld. Gerade hat man vom dritten auf den vierten und letzten Bauabschnitt umgestellt: Der Verkehr auf der fertig asphaltierten A92 wurde auf die beiden äußeren Fahrspuren gedrückt, um in der Mitte in Form einer „Inselbaustelle“ die Arbeiten an den Betonschutzwänden im Mittelstreifen abzuschließen. Die Fertigstellung dieser „Mittelschutzsysteme“ ist das fristgerechte Finale der größten Straßenbaumaßnahme im Landkreis.

Warum das Ganze?

Hintergrund: Die Autobahn A92 wurde in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut und hat inzwischen das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Die Autobahndirektion Südbayern hat sich daher dazu entschlossen, den gesamten Bereich zwischen Flughafen München und Dingolfing-Ost schnellstmöglich komplett zu erneuern. Hintergrund waren nicht zuletzt die hitzebedingten Aufbrüche (Blow-ups) auf der Autobahn. Zu diesen Schäden kann es bei lange anhaltenden hohen Temperaturen auf Betonautobahnen wie der A92 kommen – Asphalt ist dagegen gefeit.

Asphalt statt Beton

In den Jahren 2017 und 2018 wurden die Abschnitte zwischen Erding und Moosburg-Süd sowie zwischen Moosburg-Süd und Isarbrücke „grundhaft erneuert“, das heißt mit einem widerstandsfähigen Asphalt versehen. Heuer war der neun Kilometer lange Abschnitt von Freising-Ost bis Anschlussstelle Erding dran, wobei auch 27 Brücken und Unterführungen saniert wurden. Erst wurde die Fahrbahn in Richtung München erneuert, bis Ende Oktober dann die Trasse Richtung Deggendorf. Eine harte Zeit für alle Autofahrer: Anschlussstellen wurden gesperrt, Fahrbahnen umgelegt, dauerhaft durfte man nur noch mit Tempo 60 über die A92 schleichen.

Die Fahrer zeigten sich weitgehend einsichtig. Allerdings musste die Polizei hier zunächst schon etwas „nachhelfen“ – mit massiven Geschwindigkeitsmessungen nämlich. Nachdem es einige eklatante Verstöße gegen das Tempolimit gegeben hatte, sei man in die Offensive gegangen, berichtet Thomas Jungmann von der Verkehrspolizei Freising. Das habe Wirkung gezeigt: „Zuletzt hielten sich die Tempoüberschreitungen absolut in Grenzen.“ Man gewöhnte sich daran, wegen der verengten Verkehrsführung versetzt zu fahren: So gab nur wenige schwerere Unfälle im lang gestreckten Baustellenbereich.

Ein Jahr Pause

Das Großprojekt A92-Sanierung macht nun Pause. „Im nächsten Jahr passiert erst einmal nichts“, erklärt Seebacher, „da setzen wir aus“. Bevor die A92 weiter Richtung Landshut saniert werde, sei nämlich ein Planfeststellungsverfahren nötig, da die Autobahn in den folgenden Abschnitten im Osten auch etwas verbreitert werde. Seebacher: „Wir haben noch kein Baurecht.“ Die Sanierung im Bereich Moosburg/Freising konnte dagegen ohne Planfeststellung durchgeführt werden.

Lesen Sie auch: A92-Sanierung: Freising-Ost wird gesperrt - Was Autofahrer jetzt wissen müssen

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