Der Unfall auf der FS 44 war nur ein Auslöser für ein veritables Verkehrschaos.

Autos krachen auf der FS 44 ineinander

Steinmeier, Unfall und Baustelle sorgen für Verkehrschaos

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Unfall auf der FS 44, Sperrungen an den Autobahnen wegen „Staatsbesuchs“ und das Nadelöhr in Neustift wegen der Brückenbaustelle in der Dr.-von-Daller-Straße: Das ergab ein veritables Verkehrschaos mit Dauerstau. 

Freising – Das Chaos braute sich gegen 8 Uhr zusammen. Zunächst wurden die Autobahnzufahrten an der A 92 gesperrt. 

Grund: Bundespräsident Frank Walter Steinmeier brauchte freie Fahrt zum Empfang in München. Die Folge: zehn Kilometer Stau oder stockender Verkehr von Moosburg bis Freising-Mitte – und auch von München her. Viele Pendler verließen genervt die A 92 – und sorgten so für ein weiteres Verkehrschaos rund um den Airport, etwa auf der Flughafentangente. Dazu kamen noch die Autofahrer, die eigentlich auf die A 92 wollten und sich nun irgendwelche Schleichwege suchten. Eine meist vergebliche Suche: Kurz nach 8 Uhr hatte es nämlich in Höhe des Kammermüllerhofs gekracht – und in der Folge krachte auch der Verkehr zusammen. Und zwar komplett.

Die Kettenreaktion 

Auslöser des Unfalls war ein Kurierfahrer (27), der von der Flughafenallee kommend mit seinem Transit am Kammermüllerhof auf nasser Fahrbahn und mit abgefahrenen Reifen in die bevorrechtigte Staatsstraße rutschte, wo er mit einem silberfarbenen Audi kollidierte, der von einer 47-Jährigen aus dem Landkreis gesteuert wurde. Der A 3 schleuderte quer über die Straße, krachte in einen roten Audi (ebenfalls ein A 3) auf der Gegenfahrbahn und knallte schließlich noch gegen eine große Verkehrszeichenträgertafel. Nach Auskunft der Freisinger Polizei forderte die Karambolage vier Leichtverletzte. Sachschaden: 35 000 Euro. Kräfte der Flughafenfeuerwehr mussten die Stützen des beschädigten Verkehrsschilds mit der Hydraulikschere abtrennen und den schweren Wegweiser umlegen, weil er nicht mehr standsicher war. Autofahrer, die aus Richtung Freising kamen, wurden kurz vor der Unfallstelle auf einen Wirtschaftsweg neben der Fahrbahn geleitet und konnten so am Unfall vorbei Richtung München weiterfahren. Doch ein Stau, der sich bis nach Lerchenfeld und darüber hinaus fortsetzte, war unvermeidlich. Grund: Gegen 9 Uhr wurde die Einmündung des Südrings/Ismaninger Straße in die FS 44 dichtgemacht. Jeder, der jetzt von der St 2350 aus zum Airport oder nach Erding wollte, musste zurück auf die Staatsstraße oder via Südring die große Schleife durch die Gewerbegebiete bis Attaching und auf die Flughafentangente (St 2580) machen. Die Autofahrer aus Hallbergmoos wurden in die Flughafenallee geleitet. Der Verkehr aus München wurde über die AS Hallbergmoos oder die Freisinger Allee zum Flughafen geführt. Inzwischen waren die Zufahrten zur Autobahn wieder freigegeben.

Bilder vom Unfall auf FS 44: Vier Verletzte

Das Nadelöhr

 „Dieser Unfall war genau der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte“, meinte Freisings Polizeichef Neuner. Denn wegen der regennassen Straßen hatte es im Stadtgebiet noch weitere Male gekracht: „Überall standen die Autos.“ Der Polizeioberrat hatte sämtliche Streifenbesatzungen im Einsatz. Und dann gab’s da noch eine Baustelle, die den Verkehr derzeit ohnehin täglich stocken lässt: die Moosachbrücken-Sanierung an der Dr.-von-Daller-Straße. Dort wird noch bis September gearbeitet, und deshalb wird seit 18. April der Verkehr aus Moosburg, der in die Innenstadt oder Richtung München will, über die B 301 und via Lerchenfeld (Isarstraße) umgeleitet. „Eigentlich optimal“, weiß Josef Demmel, Verkehrsexperte der PI Freising – wenn sich denn alle umleiten ließen. Viele Autofahrer biegen nämlich trotzdem in die Landshuter Straße ein und quälen sich an der Engstelle am Landratsamt vorbei.“ Die Folge: ein hausgemachter Stau. Wenn dann auch noch unbelehrbare Lkw-Fahrer ihre Gespanne durch das Nadelöhr bugsieren, „dann steht alles“. So wie am Mittwoch.

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