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Junger Streicher, altes Instrument: Simon Burzin (16) mit seiner Viola (plus, minus 150).

Simon Burzin erhält historische Viola

Für Freisinger Nachwuchs-Streicher wird ein Traum wahr

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Das passt: Der preisgekrönte Nachwuchs-Streicher Simon Burzin darf künftig eine historische Viola spielen. Mit dem klangvollen Instrument ist aber auch eine traurige Note verbunden.

Freising – Simon Burzin ist glücklich. Als einer von 18 Jugend-musiziert-Siegern hat der Freisinger (16) ein historisches Streichinstrument aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds erhalten. Er entschied sich für eine Viola „Testore“ – ein rund 150 Jahre altes Instrument. „Viele träumen davon, darauf spielen zu dürfen“, sagt Burzin. „Das ist richtig genial. Die Viola hat ein viel größeres Klangspektrum als die Instrumente, die ich bisher gespielt habe.“

Zu verdanken hat der 16-Jährige das Privileg: sich selbst. Weil Burzin bei Jugend musiziert im Sommer den ersten Preis erhielt, wurde er von der Deutschen Stiftung Musikleben ins Museum für Kunst und Gewerbe nach Hamburg eingeladen. Dort durfte er verschiedene Instrumente anspielen und entschied sich für die Testore. Wer die Bratsche ganz früher gespielt hat, weiß er nicht, wohl aber, wer sein Vorgänger war: ein ehemaliger Schulkollege. Jetzt kehrt das ehrwürdige Instrument nach Freising zurück. Und es befindet sich gewiss nicht in schlechten Händen.

Burzin ist Mitglied des Bayerischen Landesjugendorchesters. Mit dem Jugendkammerorchester Violinissimo wurde er mehrfacher Preisträger des Deutschen Orchesterwettbewerbs. Unter anderem spielte er im Wiener Konzerthaus. Für ein Freisinger Publikum ist die Testore wohl erstmals im Dezember zu hören, sagt Burzin: beim Weihnachtskonzert des Camerloher-Gymnasiums.

Der Leihvertrag für das Instrument läuft über zwei Jahre, Simon Burzin kann die Vereinbarung aber verlängern. „Das werde ich wohl auch machen“, sagt er. Der Wermutstropfen: Mit dem 30. Geburtstag ist Schluss. Dann muss Burzin die Viola spätestens zurückgeben.

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