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Ein Fahrzeug, dessen Kraftstoff Grips ist: Der TI Rover wurde von Texas Instruments für den Gebrauch im Schulunterricht entwickelt. Er soll Kindern und Jugendlichen den Spaß an technischen Unterrichtsfächern vermitteln.

Nachwuchsförderung

Für Schulen: Texas Instruments entwickelt Taschenrechner auf Rädern

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Händeringend suchen Unternehmen Fachkräfte im MINT-Bereich. Deshalb setzt sich Texas Instruments seit Jahren für die Nachwuchsförderung an Schulen ein. Das Unternehmen entwickelt in Freising Geräte, die Kindern die Scheu vor technischen Fächern nehmen sollen. Jetzt rollt die jüngste Errungenschaft ins Klassenzimmer.

Freising – Dieses Fahrzeug bewegt sich nicht mit Benzin fort, sein Treibstoff ist der Grips. Denn es kann zwar vorwärts und rückwärts fahren, ja sogar Pirouetten drehen, ein Auto im herkömmlichen Sinn aber ist es nicht. Der TI Rover ist ein Grafik-Taschenrechner auf Rädern, der sich dank eines Akkus bewegt, wenn er entsprechend programmiert wird. Sein Ziel ist das Klassenzimmer. Denn die Aufgabe des TI Rovers ist es, den Reiz von MINT-Fächern im wahrsten Sinn des Wortes erfahrbar zu machen. Fächer also, die Knowhow in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik erfordern.

Es fehlen Tausende von MINT-Fachkräften

Der TI Rover soll den Jugendlichen Freude machen. Zum Spaß aber beschäftigt ein Unternehmen wie Texas Instruments nicht zahlreiche Mitarbeiter, um Spielzeug wie dieses zu entwickeln – für Schüler aller Altersklassen, aber auch für Studenten. Der Grund ist ernst. „Europaweit sind rund 820 000 MINT-Jobs unbesetzt“, berichtet Alexandre Titin-Snaider, der bei TI für die Herstellung von Unterrichtsgeräten mitverantwortlich ist. Angesichts der rasanten Entwicklung im MINT-Bereich könnten die Schulen gar nicht Schritt halten, erklärt er. „Deshalb hat sich unser Unternehmen dazu entschlossen, Produkte zu entwickeln, die den Lehrern dabei helfen, die bestehenden Lücken zu verkleinern.“

TI hat das Problem früh erkannt. Schon in den 80er Jahren hat das Unternehmen mit Hauptsitz in Dallas (USA) damit begonnen, grafikfähige Taschenrechner für Schulen zu entwickeln, doch das war erst der Startschuss. In Freising arbeiten inzwischen 20 Fachleute daran, Produkte auf den Markt zu bringen, die im Schulunterricht verwendet werden können. „Wir wollen das Interesse von Kindern und Jugendlichen an technischen Berufen noch mehr wecken“, sagt Andreas Schwaiger, TI-Geschäftsführer in Freising. „Allein wenn man schaut, wie wenig Elektro-Ingenieure weiblich sind, gibt es große ungenutzte Ressourcen.“ Ihm gehe es auch darum, Kindern und Jugendlichen die Scheu vor der Elektronik zu nehmen.

Der Rover soll Schülern die Angst vor Naturwissenschaften nehmen

Der TI Rover, der im Februar auf der Didacta in Hannover vorgestellt wurde, bietet dazu die Möglichkeit. Schüler, die bisher noch nicht mit Programmieren oder Robotik in Kontakt gekommen sind, können den 20 Zentimeter langen Rover durch das Schreiben eines einfachen Programms dazu veranlassen, zu zeichnen, zu tanzen oder Hindernisse zu umfahren.

„Wir haben den Rover geschaffen, um der Robotertechnik das Geheimnisvolle zu nehmen und Schülern, auf die das Schreiben von Codes abschreckend wirkt, einen einfachen Einstieg in die Welt des Programmierens zu bieten“, erklärt Peter Balyta, Präsident von TI Education Technology. Das Programmieren des Rovers bringe Naturwissenschaften in Bewegung. Die sonst nur symbolischen und grafischen Darstellungen erhielten eine physische Dimension – mit Erfolg, berichtet Balyta: „Während der Testphase haben wir an den Gesichtern der Schüler gesehen, wie viel Spaß sie hatten.“

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