Das Bild zeigt Schüler und einen Stabsfeldwebel
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Die Bundeswehr und ihre Möglichkeiten: Dass beim „Bund“ auch junge Frauen sehr gute Ausbildungsmöglichkeiten haben, betonten Hauptmann Christian Weber (l.) und Stabsfeldwebel Mario Salbeck.

Ganz früh die Weichen stellen

50 Top-Ausbilder warben um die Gunst der Freisinger Realschüler

Dank der Initiative der Schulleitungen und des Einsatzes der Elternbeiräte von Karl-Meichelbeck- und der Realschule Gute Änger wurde ein Berufetag angeboten.

Freising – Das Thema Berufswahl aktiv und positiv zu gestalten, das hat in den beiden Freisinger Realschulen Tradition. Über den Ausbildungsmarkt in der Region informierten zahlreiche Firmen und weiterführende Schulen beim Berufetag. Etwa zwei bis drei Jahre vor dem Schulabschluss sollte man sich für das Thema sensibilisieren, meinten Ulrike von der Geest und Bianca Trost vom Elternbeirat der Karl-Meichelbeck-Realschule.

Zur Orientierung

Weil die Berufsorientierungsphase bereits ab der 8. Klasse beginne, seien auch die Schülerinnen und Schüler dieser Jahrgangsstufe – neben den neunten und zehnten Klassen – zum diesjährigen Berufetag eingeladen worden. Um in der Flut der Ausbildungs- und Jobmöglichkeiten den Überblick nicht zu verlieren, hatten die 50 Aussteller ihre Infostände übersichtlich über die Klassenzimmer auf dem Campus der Karl-Meichelbeck-Realschule verteilt.

Gute Vorbereitung

Der neue Lebensabschnitt sollte gründlich vorbereitet werden, sagte Landrat Helmut Petz bei der Eröffnung der schulinternen Berufsmesse am Samstagvormittag. Zu „seiner Zeit“ habe man bei der Wahl des richtigen Berufs weniger Möglichkeiten gehabt als heute. „Da hat man das gemacht, was der Vater wollte“, meinte er mit einem Augenzwinkern. Außerdem seien die Ausbildungsmöglichkeiten nicht so vielfältig gewesen.

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Spitzenleistungen im Ausbildungsbereich sind bei der Firma Gaissmaier schon fast die Regel – umso größer war das Interesse der Schüler am Beruf des Landschaftsgärtners.

Der Rundgang

Wie sehr junge Menschen mit Geschick und Elan in ihren Betrieben willkommen seien, das betonten unter anderem Maria Haas und Sebastian Bauer vom Erdinger Weißbräu. Neun Ausbildungsberufe würden dort angeboten: Vom Industriemechaniker, -kaufmann über Elektriker, Fachkräften für Logistik und Lebensmitteltechnologie bis hin zum Brauer habe man vielfältige Karrierechancen.

Dass man sich auch bei der Bundeswehr für den richtigen Beruf entscheiden könne, das erklärten Hauptmann Christian Weber und Stabsfeldwebel Mario Salbeck. Gerade auch für Frauen sei man ein „super“ Arbeitgeber, betonte Salbeck. Zu einer Schülerin gewandt, sagte er: „Wenn du Pilotin werden möchtest, dann kannst du das bei uns lernen.“ Für Luft- und Raumfahrttechnik interessierte sich eine andere Schülerin, die gemeinsam mit ihrem Vater die Berufsmesse besuchte. Hier könne man über die Hochschulen der Bundeswehr adäquate Bildung erfahren, erklärte Hauptmann Christian Weber.

Interessierte Eltern

Gemeinsam mit ihren Töchtern und Söhnen nutzten auch Eltern den Berufetag. Die Kinder sollten eigenverantwortlich und sachkundig auf die Ausbildungs- und Berufsentscheidung vorbereitet werden, meinte ein Vater. Es gehe ja auch darum, Ausbildungsabbrüche aufgrund falscher Vorstellungen zu vermeiden. Für solche Schülerinnen und Schüler, die noch keinen konkreten Plan hätten, wenn das Ende der Schulzeit nahe, rieten die Vertreter der Lebenshilfe Freising zu einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) oder der Teilnahme am Bundesfreiwilligendienst (BFD), die für junge Menschen interessante Orientierungsangebote darstellten.

Gewissenhafte Eingangskontrolle: Die Corona-Regeln wurden selbstverständlich beachtet. Außerdem hat man heuer auf die Bewirtung der Gäste verzichtet.

Vor Ort galten natürlich die Corona-Regeln. Pandemiebedingt habe man heuer auf die Bewirtung der Gäste verzichtet, bedauerten die Damen vom Elternbeirat. Man sei aber froh, dass man wenigstens die Chance habe, den Ausbildungsmarkt in der Region vor Ort vorzustellen.

Maria Martin

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