Gänse stehen hinter einem Maschengitter
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Geflügel muss im Landkreis Freising ab sofort im Stall gehalten werden. Das ordnete jetzt das Landratsamt an.

Landratsamt ordnet Schutzmaßnahmen an

Geflügel im Kreis Freising muss sofort in den Stall - Bestände jeder Größe betroffen

  • Wolfgang Schnetz
    vonWolfgang Schnetz
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Die Vogelgrippe hat den Landkreis noch nicht erreicht, dennoch werden die Maßnahmen verschärft: Geflügel muss ab sofort im Stall gehalten werden.

Landkreis - Das Landratsamt Freising ordnet „die Aufstallung für das Haus- und Nutzgeflügel im gesamten Landkreis mit einer ab diesem Tag gültigen Allgemeinverfügung an“.Diese Maßnahme gilt für Geflügelbestände jeder Größe (auch Hobbyhaltungen) und ist nötig, um das Übergreifen der Geflügelpest auf Nutzgeflügelbestände durch Kontakte zwischen Nutzgeflügel und Wildvögeln zu verhindern. Die Stallpflicht ist dafür im besonderen Maße geeignet, da es weitaus wahrscheinlicher ist, dass Geflügel in Freilandhaltungen mit dem Virus in Kontakt kommt als Tiere, die sich ausschließlich im Stall aufhalten. Vorsorglich fordert das Veterinäramt nochmal alle Geflügelhalter – auch Kleinstbestände – auf, ihre Tierhaltungen beim Landwirtschafts- und Veterinäramt sowie bei der Bayerischen Tierseuchenkasse anzumelden.

Tierhaltung melden

Wer (Hobby-)Geflügelhalter ist, seine Tierhaltung jedoch bislang noch nicht beim Veterinär- oder Landwirtschaftsamt angezeigt hat, muss das umgehend nachholen. Dazu muss unter Tel. (0 81 61) 6 00-123 oder per E-Mail unter veterinaeramt@kreis-fs.de Name, Adresse und Anzahl der gehaltenen Tiere angegeben werden. Auch Kleinsthaltungen sind unbedingt zu melden.

Prävention wichtig

Bereits seit Ende Oktober 2020 treten in vielen Bundesländern (seit November auch in Bayern) bei Wasser- und Greifvögeln Fälle der hoch ansteckenden Geflügelpest/Vogelgrippe/Aviären Influenza (HPAI) auf. Das gegenwärtige HPAI-Geschehen ist in Bayern und Deutschland weiterhin sehr dynamisch. In Bayern ist der Erreger mittlerweile in 16 Landkreisen und kreisfreien Städten bei Wildvögeln sowie vereinzelt auch beim Hausgeflügel (darunter eine Geflügelhaltung mit ca. 52 000 Tieren) amtlich festgestellt worden.

Da alle Tiere betroffener Betriebe getötet werden müssen und das Vorkommen des Virus in der Wildvogelpopulation in Bayern steigt, ist es erforderlich, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um der Einschleppung der Geflügelpest in Haus- und Nutzgeflügelbestände bestmöglich vorzubeugen.

Gut zu wissen

Aktuelle Informationen zur Geflügelpest in Bayern sind auf der Homepage des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zu finden.

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