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Regisseur Norbert Huber (l.) applaudierte seinem riesigen Schauspieler-Ensemble zu Recht. Alle Mitwirkenden hatten von Robin Hood eine tolle Gemeinschaftsleistung auf die Bühne in der Luitpoldhalle gebracht

Gelungene Musical-Inszenierung in Freising

„Robin Hood“  mit ein bisserl weiß-blauer Färbung

Seit vier Jahren führen die angehenden Erzieher und Erzieherinnen der Staatlichen Fachakademie für Sozialpädagogik in Freising erfolgreich Musicals auf. Am Mittwochnachmittag erweckten sie Robin Hood zum Leben.

Die Kinder der Musicalwerkstatt St. Lantpert waren eine tolle Bereicherung für die Inszenierung von Regisseur Norbert Huber. Die Nachwuchssänger unterstützen das „Robin-Hood“-Ensemble perfekt.

Freising – Gemeinsam mit seinem furchtlosen Gefolge kämpfte der Held aus dem Sherwood Forest auf der Bühne der Luitpoldhalle für das Gute. Unterstützt durch die Kinder der Musicalwerkstatt St. Lantpert zeigten die jungen Leute, mit wieviel Know How sie demnächst in ihr Berufsleben starten werden. Der miese und machthungrige Sheriff von Nottingham war nicht der einzige, der zum Schluss das Nachsehen hatte. Ganz nach dem historischen Vorbild hatte sich der Rächer der Witwen und Waisen nämlich mit dem leidenden Volk zusammen getan und raubte dem König munter die Steuergelder.

Damit die Zeitreise ins England des 12. Jahrhundert auch perfekt gelingen konnte, hatten sich die Studierenden schon im Vorfeld der Aufführung allerhand Extras einfallen lassen. „Bühnenbilder, Plakate, Einladungskarten, Licht und Ton, Kostüme und Frisuren sind Teil der Ausbildung, die die Studierenden während der dreijährigen Zeit an der Fachakademie durchlaufen“, sagt Matthias Fischer, Leiter der Staatlichen Berufsschule Freising. Dass die Kinder der Musicalwerkstatt St. Lantpert ebenfalls mit auf der Bühne stehen durften, das sei „ein weiterer wichtiger Schritt, um die Kompetenzen einzuüben, die angehende Erzieher bräuchten“.

Stürmischen Applaus gab es für alle Musical-Mitwirkenden auf und hinter der Bühne in der Freisinger Luitpoldanlage. Und auch während der einzelnen Szenen war mit viel Beifall nicht gespart worden.

Natürlich war die musikalische Begleitung wichtig, um die Geschichte rund um Robin Hood, König John und dessen Bruder Richard Löwenherz lebendig werden zu lassen. Der Freisinger Percussionist Roman Seehon hatte hierbei Hilfestellung gegeben. Mystische Klänge wurden etwa auf den vielen Cajones, den Kistentrommeln, erzeugt. Dass das gemeinsame Trommeln auf diesen Rhythmus-Instrumenten auch das Zusammengehörigkeits-Gefühl stärkte, kam dem Auftrag der Fachakademie natürlich entgegen.

Ein ganz besonderes Schmankerl bereicherte die Aufführung zudem: Die Rollen des Prinzen John und dessen Bruder Richard Löwenherz waren mit bayerisch-sprechenden Darstellerinnen besetzt. Denn immer noch bildet die Fachakademie mehr weibliche als männliche Erzieher aus. „Egal, was kommt, es wird gut, sowieso“, singen die Schauspieler, immer wie ein Mantra wiederholend, zum Abschluss der rund einstündigen Aufführung. Der lang anhaltende Applaus des Publikums war ihnen sicher.                                                                                                                 Maria Martin

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