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Gemeinsam gegen den Klimawandel: Freisinger Studenten übernehmen Vorreiterrolle

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Von: Magdalena Höcherl

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Einsatz für die Energiwende: (v. l.) Referent Ove Petersen, HSWT-Präsident Eric Veulliet, Dekan Gerhard Bellof, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Professorin Tanja Barton und Referent Florian Henle. © Lehmann

Hubert Aiwanger war zu Gast an der Hochschule in Freising. Dort setzen sich Studierende mit erneuerbaren Energien auseinander - und sind wichtige Akteure im Kampf gegen den Klimawandel.

Freising – Es ist mittlerweile ein bekanntes Zitat: „Ich möchte, dass ihr Panik bekommt.“ Umweltschützerin Greta Thunberg hat diesen Satz beim Wirtschaftsforum in Davos gesagt, um Spitzenpolitiker und Topmanager wachzurütteln.

Eric Veulliet, Präsident der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT), möchte diese Aussage nicht so stehen lassen. Im Rahmen der Veranstaltung „Studenten treffen Absolventen: Zehn Jahre Studium Erneuerbare Energien“ appellierte er an die Studierenden, sich mit ihrem Fachwissen im Kampf gegen den Klimawandel zu engagieren. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger betonte, dass die Staatsregierung schon auf einem sehr guten Weg sei.

„Wir können den Klimawandel abbremsen“

Präsident Veulliet machte deutlich, dass sich die Weltbevölkerung in den kommenden Jahren stark mit der Temperaturerhöhung, Wasserverfügbarkeit und sozialen Problemen wie Flucht aus Dürregebieten auseinandersetzen müsse. Panisch zu werden, sei jedoch der falsche Weg. „Hier kommt die Wissenschaft ins Spiel“, sagte Veulliet. Die Studierenden und Absolventen im Bereich Erneuerbare Energien müssten den Schwierigkeiten überlegt, logisch und mit den neuesten Technologien entgegenwirken. „Wir werden den Klimawandel nicht verhindern, aber wir können ihn abbremsen“, unterstrich der Präsident. Das gelinge nur, wenn die drei Faktoren Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft an einem Strang ziehen würden.

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Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, der als „Zugpferd der Energiewende“ begrüßt wurde, nahm den Faden vom Miteinander auf. Sein Impulsvortrag machte deutlich, dass die Europawahl vor der Tür steht. Der FW-Politiker erklärte eindrücklich, dass das Ende der fossilen Ära eingeläutet sei und man nun die Chancen erneuerbarer Energien nutzen solle. Das gehe nur gemeinsam: Während die Politik attraktivere Rahmenbedingungen setzen müsse, müssten die Akteure vor Ort besser eingebunden werden. „Die Energiewende muss Stammtisch-Thema werden“, betonte der stellvertretende Ministerpräsident. Die Digitalisierung sei der Schlüssel, um vor Ort passgenaue Lösungen zu finden.

Podiumsdiskussion mit Absolventen und Studenten

Unter seiner Hand würden derzeit verschiedenen Strategien, wie beispielsweise in Sachen Wasserstoff und Geothermie, entwickelt. Mit diesen Energietechniken „werden wir viele Exportmärkte erobern können“, zeigte sich Aiwanger überzeugt. Eine Landesagentur für Energie sei ebenfalls geplant, um bessere Kommunikation und Vernetzung der einzelnen Akteure zu gewährleisten. In der anschließenden Podiumsdiskussion tauschte er sich mit Absolventen und Studenten aus – ein weiterer Schritt in die gewünschte Richtung.

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