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Der unmittelbare Vorgänger von Werner Kusch ist jetzt auch sein Nachfolger: Von seiner Beförderung zum Oberstudiendirektor hat Gerd Preuß in den Pfingstferien erfahren. 

Nach der Ära Werner Kusch

„Bin ein Teamplayer“: Gerd Preuß ist neuer Chef der Freisinger Wirtschaftsschule

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Er wird der Nachfolger von Werner Kusch: Im August übernimmt Gerd Preuß die Leitung der Wirtschaftsschule Freising.

Freising – Erst im August rückt er an die Spitze. Doch Gerd Preuß weiß schon, wie es ist, Leiter der Wirtschaftsschule in Freising zu sein. Vor zwölf Jahren führte er die Bildungsstätte schon mal für ein paar Monate.

Der damalige Schulleiter Nikolaus Lackermair war im Februar 2007 erkrankt. Preuß, der 2003 als Lehrer an die Wirtschaftsschule gekommen war, lenkte die Geschicke der Bildungsstätte kommissarisch – bis Werner Kusch im September des gleichen Jahres übernahm.

Beförderung in den Pfingstferien erfahren

Jetzt ist der unmittelbarer Vorgänger von Kusch auch sein Nachfolger. Von seiner Beförderung hat Preuß in den Pfingstferien erfahren. Überrascht hat sie ihn nicht, sagt er selbst. „Gefreut habe ich mich aber natürlich schon.“ Mit dem Feiern wartet er indes noch. „Wenn das neue Schuljahr beginnt, werde ich mit meinem Kollegium darauf anstoßen“, sagt der 55-Jährige. „Ich bin ein Teamplayer.“

Drei große Herausforderungen

Drei große Herausforderungen sieht Preuß für sein zukünftiges Wirken, er selbst spricht von „drei wichtigen Pflöcken“. Erstens: Ab September beginnt die Wirtschaftsschule schon ab der sechsten Jahrgangsstufe. „Für uns ist es gut. Denn je früher die Schüler kommen, und je länger wir sie bei uns haben, umso größer sind unsere Einflussmöglichkeiten“, betont Gerd Preuß. Ihm geht es vor allem darum, die Jüngsten unter seinem Dach in den Grundkompetenzen zu stärken – in den Fächern Englisch, Mathematik und Deutsch.

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Vor allem, was die Kenntnisse der deutschen Sprache angeht, sieht Preuß erhebliche Defizite bei seinen Schülern. „Das haben die Erfahrungen mit den diesjährigen Abschlussprüfungen gezeigt. Da war Deutsch das Fach, in dem die Schüler mit Abstand am Schlechtesten abgeschnitten haben.“

Das Problem sei, dass die Kinder, vor allem diejenigen mit Migrationshintergrund, bereits mit einem so großen Sprachdefizit, vor allem in Schrift, an die Wirtschaftsschule kämen, dass dies nicht mehr zu kompensieren sei. „Auf das Niveau, das wir eigentlich bei uns haben wollen, kommen wir dann nicht mehr.“ Hier sieht Preuß die zweite große Herausforderung.

„Medien sinnvoll einsetzen“

Pflock Nummer drei ist für den 56-Jährigen die Fortführung der Digitalisierung an der Schule. Dabei denkt er nicht nur um die Erweiterung der Infrastruktur, etwa an die Anschaffung von Whiteboards, sondern daran, die digitalen Kompetenzen der Schüler zu stärken. „Es geht darum, dass die Jugendlichen auf ihrem Handy nicht nur Spiele spielen können, sondern, dass sie Medien sinnvoll einsetzen.“ Egal, ob jemand Mechatroniker oder Kaufmann für Büromanagement werden wolle: „Er wird in der heutigen Zeit nicht bestehen, wenn er Hard- und Software nicht sicher einsetzen kann“.

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Die Basis, auf der seine drei Pflöcke stehen, ist für Gerd Preuß auch das Betriebsklima an der Schule. Sein Credo: „Wenn Jugendliche und Lehrer morgens gerne aufstehen, weil sie sich auf die Schule freuen, ist 50 Prozent der Arbeit schon erledigt.“ 

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