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Der Werkmarkt ist bald Geschichte

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Eine lange Geschäftstradition geht mit der bevorstehenden Geschäftsschließung zu Ende: Ob Tritscheler, Baufuchs oder Werkmarkt: Der Familienbetrieb der Meyers war jahrzehntelang Anlaufpunkt für Freisings Hand- und Heimwerker. © Foto: kn

Die Einzelhandelslandschaft verändert sich rasant, immer mehr Eigentümer geführte Geschäfte müssen schließen, selbst Unternehmen die schon seit Generationen am Markt sind. In diesem Jahr wird es unter anderem die traditionsreiche Firma Werkmarkt in Freising-Lerchenfeld treffen.

Freising – Begonnen hat die Firmengeschichte 1970 in der Innenstadt von Freising. Der Eisenhändler Josef Meyer übernahm die Eisenwarenhandlung Josef Tritscheler in der Unteren Hauptstraße. Das Sortiment wurde ständig erweitert und ausgebaut – die Firma wuchs stetig. 1990 waren die Möglichkeiten des Wachsens an dem traditionellen Standort nicht mehr möglich, die Ressourcen waren komplett ausgeschöpft.

Josef Meyer sah sich nach einem Standort mit größerer Verkaufsfläche um und konnte in Freising-Lerchenfeld im Gewerbegebiet eine adäquate Fläche beziehen. Er gab seinem Unternehmen den Namen „Baufuchs“ unter dem er noch heute im Landkreis bekannt ist, obwohl das Geschäft im Jahre 2004 in Werkmarkt umbenannt wurde. Die Entscheidung für diesen neuen Standort war die richtige, „denn auch hier entwickelte sich die Firma sehr gut“, blicken die Meyers zurück.

Die zweite Generation übernahm mit Junior Andreas Meyer 2005 die Geschicke des Hauses. Auch ihm gelangen ein weiterer Ausbau und die ständige Anpassung an den Markt. Wenn man heute die Kunden des Werkmarkt fragt, was den einstigen „Baufuchs“ auszeichnet, hört man immer wieder: „Die persönliche Nähe zum Kunden und die Individualität sind die Merkmale des Spezialisten.“

Schweren Herzens, aber aus reinen kaufmännischen Erwägungen, habe sich die Familie Meyer sich entschieden noch heuer ihren Werkmarkt zu schließen. Das Kundenverhalten habe sich im gesamten Einzelhandel in den zurückliegenden Jahren stark verändert, schreiben die Unternehmer: „Kundentreue, Service, Problemlösungen und das Sortiment, seien heute nicht mehr die entscheidenden Kriterien des Verbrauchers. Sämtliche Einzelhandelssparten konkurrieren heute miteinander. So führen Lebensmittler Baumarktartikel, Kaffeeröster haben Gartenmöbel im Programm und Textilhäuser pflegen ein erlesenes Weinangebot.“

Diese Marktentwicklung machte auch vor dem Werkmarkt nicht halt und hat zu dieser Unternehmer-Entscheidung geführt: „Sobald der Termin für die Schließung fest steht, werden es die Kunden erfahren.“ Zunächst können alle noch aus dem Vollen schöpfen und sich für die beginnende Bau- und Gartensaison ausstatten.

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