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Gesetzeshüter am Flughafen nehmen Ägypter fest

Bundespolizei verhindert Kindesentführung

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Ein 38-Jähriger, offensichtlich aus der Schweiz, wollte sich mit seinen beiden Kindern über den großen Teich nach Kanada absetzen. Bundespolizisten stoppten den Ägypter - und verhinderten so eine Kindesentführung.

Als der 38-Jährige mit den beiden Mädchen im Satellitenterminal die Ausreisekontrolle für den Flug nach Toronto durchlaufen musste, klickten die Handschellen. Zu seiner Überraschung wussten die Bundespolizisten im Erdinger Moos nämlich bereits von seinem vermutlichen Vorhaben, mit den Töchtern unterzutauchen. Wenige Stunden zuvor, mitten in der Nacht, hatten die Behörden im schweizerischen Wettingen Alarm geschlagen und die deutschen Polizeibehörden um Hilfe bei der Fahndung nach dem Ägypter und seinen beiden Kindern gebeten.

Die Ehefrau des Mannes und Mutter der beiden Mädchen war kurz nach Mitternacht bei der Polizei an ihrem Wohnort aufgetaucht und hatte den Beamten gegenüber den Verdacht geäußert, ihr Ehemann wolle die Kinder ins Ausland verschleppen. Er habe nach einem Streit mit den beiden Mädchen mitten in der Nacht die Familienwohnung verlassen und sei verschwunden. Sie fürchte, dass er mit den Kindern in sein nordafrikanisches Geburtsland fliegen wolle. Also hat die Polizeibehörde im Kanton Aargau umgehend die umliegenden Flughafendienststellen informiert und um Hilfe bei der Suche nach den Dreien gebeten. Auch die bayerischen Polizeiinspektionen und die Bundespolizei am Münchner Flughafen fanden sich im Verteiler der Schweizer wieder. Schließlich sollten es Bundespolizisten am Münchner Airport sein, die die Flucht des Ägypters aus der Alpenrepublik nach wenigen Stunden beenden konnten. Die deutschen Bundesbeamten nahmen den Mann fest und die Kinder in Schutzgewahrsam, bevor sie die drei eidgenössischen Ägypter zuständigkeitshalber an die Kriminalpolizei in Erding übergaben. 

Umgehend haben die Kriminalbeamten den Festgenommenen dann dem Landshuter Richter vorgeführt und auf dessen Geheiß in die Justizvollzugsanstalt Landshut-Berggrub eingeliefert. Des Weiteren haben sich eidgenössische Polizisten zusammen mit der Mutter der beiden Mädchen gleich, nachdem die Münchner Bundespolizisten sie von der Verhaftung unterrichtet hatten, auf den Weg nach München, oder besser gesagt nach Erding gemacht. Hier konnte die Frau ihre Töchter wieder in die Arme schließen.

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