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Rund 20 Zuhörer wollten im Furtnerbräu hören, wo in Freising Nachhaltigkeit gelebt wird.

Gesprächsrunde zum Thema „Nachhaltigkeit“ in Freising

Eine echt faire Stadt

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Man reichte Freisinger Land-Brot mit Freisinger Land-Honig. Und man reichte Informationen. Sechs Organisationen und Unternehmen stellten sich vor. Alle hatten eins gemeinsam: Mit ihnen kann man in Freising nachhaltig leben.

Freising – Umwelttage in Freising – das ist ein ganzer Veranstaltungsreigen. Kurz bevor heute Abend ab 18 Uhr die Umwelttage mit einem Fest und einem Science Slam enden, war am Donnerstag auch das Kreisbildungswerk mit von der Partie, hatte zu einer Veranstaltung in den Furtnerbräu geladen. Sechs Vereine und Initiativen präsentierten sich in einer Talkrunde mit dem Titel: „Nachhaltig leben in Freising“. Rund 30 Besucher wollten hören, wo in Freising Nachhaltigkeit gelebt wird.

Da ist der Verein für Nachhaltigkeit, den Joachim Hamberger vorstellte: 2009 gegründet, wende man sich mit Veranstaltungen vor allem an Studenten. „Denn die sitzen später an den Schalthebeln der Macht“, so Hamberger. Schon seit 35 Jahren gibt es in Freising den Weltladen – am 23. September wird groß gefeiert. Selbstverständlich, wie Monika Vogel ankündigte, mit Essen und Trinken aus fairem Handel.

Die Freisinger würden gerne im Weltladen einkaufen, berichtete Vogel. Günther Sesselmann von fashion & more habe, so erzählte er, vor drei Jahren auf Produkte umgestellt, „die weder Mensch noch Tier noch Umwelt belasten“. Lebensmittel, Kleidung, Kosmetik, Büromaterial und Möbel – alles bio, alles fair, alles nachhaltig, so das Credo des Geschäftsinhabers. Dann war da noch Matthias Maino, der „Mister Freisinger Land“, der den 1999 ins Leben gerufenen Verein präsentierte. Nach einer ziemlich langen Durststrecke sei es jetzt gelungen, dass der Markt für regionale Produkte „einigermaßen stabil“ sei. Freilich: Überzertifizierung und hohe Ansprüche an die Nachweispflicht machten den Erzeugern das Leben schwer. Und Maino hatte den ultimativen Ratschlag für die Bürger dabei, wie sie nachhaltige und regionale Produkte unterstützen könnten: „Mit Geld bewirken Sie am meisten!“ Soll heißen: Das Kaufverhalten will gut überlegt sein. Auch so eine Institution im Landkreis ist das Caritas-Kaufhaus Rentabel, das Andrea Lachner vorstellte: Mit dem Beschäftigungsbetrieb der Caritas wolle man auch „der Wegwerf-Gesellschaft entgegenwirken“.Und dann ist da noch das Faire Forum – eine Arbeitsgruppe innerhalb des Agenda 21-Prozesses. Pionier- und Basisarbeit habe man in der Fair-Trade-Stadt Freising schon geleistet, so Kornelia Schredl. Eines der nächsten Ziele steht fest: „eine faire Vhs“.

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