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Einen Blick auf den Speisezettel der Natur wirft FT-Reporterin Claudia Bauer – und hat pas sende Rezepte parat. 

Aus der Vorratskammer von Mutter Natur (1)

Der Giersch: Ein köstlicher Gartenschreck

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Die Natur ist eine große Vorratskammer mit vielen gesunden Kräutern und Pflanzen. FT-Reporterin Claudia Bauer zeigt in ihrer neuen Serie, was man so alles in Feld und Flur sammeln kann und was daraus in der Küche entsteht. Grundsätzlich sollte gelten: Gepflückt wird nur, was man auch sicher kennt. Denn einige Pflanzen haben giftige „Doppelgänger“. Zum Auftakt geht’s um den Giersch.

Freising – Er ist der Feind jedes Gärtners und das völlig zu Unrecht. Denn der Giersch hat es in sich und zwar im positiven Sinne: Der Geißfuß, wie er im Volksmund auch genannt wird, steckt voller gesunder Inhaltsstoffe – und ganz nebenbei schmeckt er auch noch hervorragend. Deshalb lohnt es sich, ihn zu ernten und zu nutzen.

Einen Blick auf den Speisezettel der Natur wirft FT-Reporterin Claudia Bauer – und hat passende Rezepte parat. fkn

Der Giersch wächst am liebsten in feuchten Laub- und Mischwäldern, an Gartenzäunen und Wegesrändern. Er hat es gern ein wenig schattig, ist grundsätzlich aber recht genügsam. Einmal angesiedelt, breitet er sich schnell aus. Und man wird ihn nur schwer wieder los. Erkennen kann man die Pflanze gut an ihrem markanten Stängel. Er ist dreieckig, hat eine Vertiefung an der Vorderseite und ist innen hohl. Aus ihm wachsen drei weitere Hauptarme, aus denen dann wiederum drei große, gezackte Blätter sprießen. Deshalb heißt er auch „Dreiblatt“ .

Früher verwendete man die Pflanze als Heilkraut. So soll er gegen Rheuma und Gicht eingesetzt worden sein. Außerdem hat man seine entwässernde Wirkung genutzt. Da diese Wirkungen in Studien nicht nachgewiesen werden konnten, hat Giersch in der modernen Medizin keine Bedeutung mehr.

Unbestritten ist jedoch, dass er gesund ist. So ist das Gewächs eine echte Vitamin-C-Bombe. Zum Vergleich: 100 Gramm Giersch enthalten 200 Milligramm Vitamin C, während die gleiche Menge Blattsalat nur 13 Milligramm ausweist. Als Wildgemüse zusammen mit Brennessel in der Pfanne oder im Salat besticht er mit würzigem Geschmack.

Claudia Bauer

Rezept für eine Giersch-Limo

Hier das Rezept für spritzige Limonade. Man braucht einen Liter Apfelsaft, eine Handvoll Giersch, zwei bis drei Stängel Minze und Mineralwasser. So wird’s gemacht: Den Giersch andrehen, sodass die Zellen platzen und Saft abgeben. Zusammen mit der Minze legt man ihn in den Saft und lässt ihn ziehen. Danach seiht man den Saft ab und gießt ihn mit Mineralwasser auf.

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