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Erst fördern, dann feiern: Guy Graf Moy will die Sanierung des Abseits-Gebäudes mit 25 000 Euro bezuschussen. Wenn alles klappt, könnte er sich auch vorstellen, zur Eröffnungsparty zu kommen.

Interview

Graf Moy: „Das neue Abseits ist kein Hirngespinst“

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Der Kampf um das Abseits ist eine Geschichte mit vielen Wendungen. Die letzte: Der Freisinger Stadtrat hat mehrheitlich beschlossen, das Gebäude in Neustift, in dem die ehemalige Kneipe untergebracht war, zu kaufen. Jetzt spricht der Besitzer der Immobilie, Graf von Moy.

Im Tagblatt-Interview berichtet er, welche Bedingungen er an den Verkauf knüpft, warum er die Sanierung finanziell fördern will, und wie er es eigentlich fand, als Dagobert Duck auf der Hauswand des Abseits dargestellt worden zu sein.

-Hat Sie die Entscheidung des Stadtrats überrascht, das Gebäude kaufen zu wollen?

Es hat mich gefreut, dass die Übereinstimmung so groß war. Wenn das Abseits eine Überlebenschance haben soll, muss die Stadt wirklich völlig dahinterstehen. Bei der Sanierung eines alten, denkmalgeschützten Hauses gibt es immer Überraschungen, kaum erfreuliche. Da muss man schon wirklich mit Herzblut dahinterstehen.

„Teure Wohnungen hätte ich selbst bauen können.“

-Welche Bedingungen knüpfen Sie an den Kauf des Gebäudes?

Die genauen Bedingungen möchte ich noch nicht veröffentlichen, da sie Gegenstand der Verhandlungen sein werden. Es soll vor allem der Betrieb des Abseits in der alten Form möglich sein, und das ganze Objekt – immerhin in bester Lage in Freising – auf keinen Fall zum reinen Renditeobjekt werden. Schöne teure Wohnungen hätte ich selber drauf bauen können.

-Sie haben eine finanzielle Förderung der Sanierung in Aussicht gestellt. Was hat Sie denn dazu bewogen?

Wenn klar zu sehen ist, dass die Sanierung wirklich durchgeführt wird, möchte ich auch meinen Teil dazu beitragen.

„Das mit Dagobert Duck fand ich eher witzig.“

-Wie hoch könnte die Förderung ausfallen?

Ich habe bei der Besprechung im Rathaus im Januar 2016 25 000 Euro zugesagt. Dazu stehe ich.

-Seit der Schließung des Abseits ging es auch immer mal wieder sehr emotional zur Sache. Sie sind öfter mal angefeindet worden, wenn ich etwa an das Graffiti an der Abseits-Hauswand denke. Lässt Sie so etwas kalt, oder berührt Sie das schon?

Als Dagobert Duck auf der Wand des Abseits dargestellt zu werden, fand ich eher witzig. Was die teilweise sehr unfreundlichen Bemerkungen im Netz angeht – man darf sich ja doch aussuchen, von wem man sich ärgern lässt.

-Sie haben die Frist, die Sie dem Abseitsverein gegeben haben, das Gebäude zu kaufen, mehrfach verlängert. Am Ende haben Sie dem Verein – und der Stadt alle Zeit der Welt gegeben. Warum?

Gute Frage. Aber als ich gesehen habe, dass das neue Abseits nicht nur ein Hirngespinst ist, und echtes Interesse seitens der Stadt vorhanden ist, war mir klar, dass das nicht so schnell gehen würde.

„Zur Eröffnungsfeier kommen - warum nicht?“

-Wann findet das Gespräch mit dem OB statt?

Demnächst.

-Trauen Sie dem Verein zu, den Betrieb erfolgreich zu gestalten?

Sicherlich – aber nur, wenn er ebenso wenig Pacht zahlen muß wie früher.

-Würden Sie das Gebäude zurücknehmen, wenn der Betrieb scheitert?

Gehen wir lieber einmal vom Erfolg der ganzen Sache aus – nach so viel Nachdenken.

-Nehmen wir an, die Stadt Freising kauft das Gebäude, der Abseitsverein saniert es anschließend, und der Betrieb geht wieder los. Werden Sie mal hingehen, etwa zur Eröffnungsparty?

Warum nicht? Aber bis dahin fließt sicher noch ziemlich viel Wasser die Isar hinunter.

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